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Leserbrief

Laudato si’! Zum 2.!

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 18. Juli 2015

Glaube

Kennen Sie den «Sonnengesang» des hl. Franz von Assisi, in dem er die ganze Schöpfung – sogar den Tod – als Geschwister einlädt, Gott zu loben? Papst Franziskus, der sehr bewusst diesen Namen gewählt hat, veröffentlichte dieses sein mutiges Rundschreiben im vergangenen Juni. Ich empfehle es Ihnen dringend:
Der Papst stellt darin die ganze Schöpfung als Gottes Eigentum in den Mittelpunkt und ruft alle intensiv auf zur Achtung vor allem, was lebt, wenn wir überleben wollen. Dieses Schreiben – die erste Sozialenzyklika der Kirche zur Bewahrung der Schöpfung – richtet sich an alle Menschen der ganzen Welt – also auch an Sie und mich!
Es geht dem Papst nicht bloss um die Rettung der Natur, sondern um die Achtung des Schöpferwillens Gottes: Er hat allen seinen Kindern, die er aus Liebe ins Dasein gerufen und nach seinem Bild gestaltet hat, die bunte Fülle der lebenden und leblosen Dinge zur Verwaltung anvertraut. «Erde, Wasser, Berge, Himmel … Tiere und Blumen sind Zeugen seiner grenzenlosen Zärtlichkeit – Gottes Liebkosung.» Da alle Geschöpfe miteinander verbunden, voneinander abhängig sind, müssen wir alle mit ehrfürchtiger Liebe behandeln – und teilen!
Franziskus schreckt nicht davor zurück, die nachhaltige Nutzung der Schöpfung in direkte Verbindung zur Wirtschaft und Politik zu stellen. «Diese Wirtschaft tötet», – weil ihr die Regierungen gehorchen, statt sie zu bremsen. Der Papst lädt ein zur «Entschleunigung» auf allen Gebieten und – zum Gebet. Das gilt ganz besonders in den Ferien! Erholen wir uns weise, damit auch die kommenden Generationen «schöne und gesunde Ferien» machen können!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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