Leserbrief

Gastelungasse Eschen, Teil 6

Hansjörg Thöny,Johann-Georg-Helbertstr. 19, Eschen | 18. Juli 2015

Von Trockenmauern

Ich traute meinen Augen nicht, als ich am Freitag, den 17. Juli, die Zeitung aufschlug und den Bericht «Lehrlinge errichten eine neue Steinmauer in Eschen» durchlas. Wie man da lesen konnte, handelt es sich dabei um die Errichtung einer Trockenmauer an der Widengasse in Eschen. So weit, so gut, sicher eine gute Idee, um das Bauen von Trockenmauern zu erlernen und junge Menschen dafür zu begeistern. Was ich dann aber weiterlesen musste, löste einiges Kopfschütteln bei mir aus. Da wird Vorsteher Günther Kranz wörtlich zitiert: «Heutzutage werden alte Mauern durch moderne Bauten ersetzt, welche solche historischen Gassen zerstören, das finde ich sehr schade», sagt Günther Kranz.
Ja, was ist denn seit 11 Jahren mit der alten historischen Trockenmauer an der Gastelungasse, hat sich die Gemeinde hier auch so darum gekümmert? Oder ist das einfach kein Prestigeprojekt für die Gemeinde? Hat es doch 11 Jahre gedauert, um den zerstörerischen Schwerverkehr auf der Gastelungasse zu stoppen. Die Schäden an der Mauer allerdings blieben.
Ausserdem steht im Bericht auch noch wortwörtlich vom Herzstück der Mauer – und dieses wurde an der 300 bis 400 Jahre alten Trockenmauer an der Gastelungasse durch die Sondagen hinter der Mauer leider zerstört. Aus diesem Grund streitet die Gemeinde immer noch mit uns über den Schadenersatz, welchen sie uns schriftlich zugesagt hat. Damit wir wieder in Sicherheit unseren Rasen mähen können und die Schutzwand, welche die Gemeinde erstellen liess, abgebaut werden kann.
Wenn schon der Vorsteher nicht kommen will, möchten wir den Gemeinderat einladen, sich an Ort und Stelle über die Angelegenheit zu informieren.

Hansjörg Thöny,
Johann-Georg-Helbertstr. 19, Eschen

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