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Leserbrief

Aufgemerkt.

Jo. Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 14. Juli 2015

Energieversorgung

Im «Volksblatt»-Gastkommentar gibt Herr Peter Schoeck seine physikalischen Grundkenntnisse zum Besten und demontiert den Überschwang Freude, den die Politik und die LKW für das neue Samina-Pumpspeicherkraftwerk an den Tag legten, zur Gänze. Den Glauben daran, dass dieses Kraftwerklein 12 Prozent unserer Energie abdecken könnte, zerzaust er geharnischt in kleine bedeutungslose Floskeln gründenkender Energieherumwurstler. «Durchwursteln zur Energiewende» mutiert bereits auch in Deutschland, das als die Vorzeigenation in der Suche nach neuen Energiequellen galt, zum Kalauer des Jahres. Auch diese hochtechnische Nation beherbergt zu wenige Köpfe a la Schöck, welche erkennen und letztendlich auch fundiert wissen, dass Energie nicht einfach auf den Bäumen wächst oder einfach aus der Steckdose kommt. Letztendlich und im mühsamen Stromneugewinnungsverfahren bleibt selbst den Germanen auch nichts weiter wie die Wünschelrute.
Es erstaunt aber dennoch und ist auch hinterfragungswürdig, ob man denn bei den LKW noch nie etwas von den physikalischen Grundgesetzen gehört hat, oder ob tatsächlich alle LKW-ler in der Schule am Fenster sassen. Aussen am Fenster, wohlbemerkt. Oder um mit Herrn Professor Schöck zu sprechen, ob die im Unterricht alle friedlich geschlafen haben? Die LKW loben das renovierte und mit einem, doch eher zumindest in seinem Standort seltsamen Kavernenspeicherbecken über den Schellenkönig als geniales Jahrhundertbauwerk. Bei einem Pumpspeicherwerk baut man die Staukaverne vorteilhaft oben, nicht unten. Unten kann man auch einen Bach oder See verwenden. Da muss man sich bange fragen, was steht uns mit diesen Brüdern noch bevor, wenn sie nur alle 100 Jahre ein kleines Pumpspeicherkraftwerklein zu renovieren im Stande sind?
Sollte Herr Schöck tatsächlich richtig gerechnet haben und die angegebene Leistung ist einfach nur erfunden, stellt sich die Frage nach dem «Warum». Will man es bei den LKW der Regierung gleichtun und erst einmal alles loben und preisen, was gerade an Preisverdächtigem herumliegt. Staatsquote, Solarquote, Arbeitslosenquote, Grünstromquote, Pumpenstromquote und glaubt dabei, der dumpfe Bürger merke einfach gar nichts?
Da aber parallel zu den Lobgesängen der Leistungen der Regierung und einzelner staatsnaher Betriebe stets auch der Mahnfinger von höchster Stelle kommt, man dürfe nicht alles vernüten, werden wir wohl bald ein neues Liechtensteinverständnis lernen müssen, das da lautet: Wir sind Regierung, wir sind LKW, wir sind Gott.

Jo. Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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