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Leserbrief

Optimallösung für FL-Anleger

Liechtensteinischer Bankenverband | 11. Juli 2015

DBA mit der Schweiz

Die Liechtensteinische Industrie- und Handelskammer (LIHK) begrüsst die heutige Unterzeichnung eines vollwertigen Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) mit der Schweiz sehr. Die Schweiz ist einer der wichtigsten Handelspartner der liechtensteinischen Industrie. Das neue DBA ist daher für die Mitgliedsunternehmen der LIHK enorm wichtig und wird die Rechtssicherheit in den wirtschaftlichen Beziehungen verstärken. Nach der Inkraftsetzung des neuen DBA werden die liechtensteinischen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen bessere Rahmenbedingungen im Wirtschaftsverkehr mit der Schweiz erhalten, unter anderem mittels einer Vermeidung der Doppelbesteuerung. Wichtig ist die Ver-meidung der Doppelbesteuerung in den Bereichen Verrechnungssteuer auf Zinsen sowie auf Dividenden von Tochtergesellschaften durch den Wegfall der heutigen 35-prozentigen Verrechnungssteuer. Das Gleiche gilt für Zinserträge auf Obligationen und auf Schweizer Bankgut-haben. Auch für Zinsen und Dividenden an liechtensteinische Vorsorgeeinrichtungen ist der Nullsatz vorgesehen. Das ausgehandelte DBA mit der Schweiz bringt in Summe eine wesentliche Verbesserung der heutigen Situation und stellt einen weiteren wichtigen Schritt beim Aufbau eines möglichst umfangreichen DBA-Netzwerks dar. Die grenzüberschreitenden Wirtschaftsaktivitäten werden durch das neue Abkommen wesentlich erleichtert.

Liechtensteinische Industrie- und Handelskammer (LIHK)

Wie die liechtensteinische Regierung heute informiert hat, haben Liechtenstein und die Schweiz das Anfang Februar parafierte Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) unterzeichnet. Das Abkommen soll ab dem 1. Januar 2017 angewendet werden. Bei den Grenzgängern behält wie bis anhin der jeweilige Ansässigkeitsstaat das Besteuerungsrecht. Das DBA regelt neu auch die Besteuerung der AHV-Renten. Diese können ausschliesslich im Ansässigkeitsstaat des Empfängers besteuert werden, womit die zurzeit bestehende Doppelbesteuerung von AHV-Renten aus Liechtenstein beseitigt wird. Die Leistungen der beruflichen Vorsorge werden im Ansässigkeitsstaat des Empfängers besteuert. Das Doppelbesteuerungsabkommen regelt neu auch die Besteuerung von Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren. So wird bei Zinszahlungen für alle in Liechtenstein ansässigen Personen (Private und Unternehmen) die schweizerische Verrechnungssteuer auf null gesenkt. Bei Dividenden aus massgeblichen Beteiligungen sowie bei Dividenden an liechtensteinische Vorsorgeeinrichtungen ist ebenfalls der Nullsatz vorgesehen. Bei Portfoliodividenden und Dividenden an natürliche Personen wird die schweizerische Verrechnungssteuer von 35 auf 15 Prozent reduziert.
Der Bankenverband begrüsst den Abschluss des DBA mit der Schweiz. Das DBA ist Ausdruck der traditionell engen Beziehungen und ein wichtiger Eckpunkt der Zusammenarbeit in Steuerfragen zwischen Liechtenstein und der Schweiz. Liechtenstein ergänzt damit das bestehende DBA-Netz um ein weiteres, vollwertiges DBA mit einem der wichtigsten Handelspartner und baut sein DBA-Netz konsequent weiter aus, was einem erklärten Ziel der Finanzplatzstrategie entspricht. Als besonders begrüssenswert erachten wir die erzielte Lösung im Bereich der Verrechnungssteuer, welche gerade für liechtensteinische Anleger eine Optimallösung darstellt. Der Bankenverband ist überzeugt, dass es sich um ein insgesamt ausgewogenes Abkommen handelt und sich das DBA für den Werk- und den Finanzplatz positiv auswirken wird.

Liechtensteinischer Bankenverband

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