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Leserbrief

Gut Ding braucht Weile

Hansjörg und Maria Thöny,Johann-Georg-Helbert-Strasse 19,Eschen | 4. Juli 2015

Gastelungasse Eschen

Viele Leute fragen uns immer wieder nach dem Stand der Dinge in Sachen Trockenmauer. Im Vorbeigehen sehen sie die Schutzwand, welche die Gemeinde aufstellen liess. Einige Leute haben sich schon selbst an Ort und Stelle unter der Mauer ihr eigenes Bild davon gemacht und können es kaum glauben, wie die Gemeinde mit uns umgeht. Aus diesem Grund werden wir weiterhin die Bevölkerung über die Fortschritte auf dem Laufenden halten.
Die Gemeinde Eschen weigert sich nach wie vor, den mit uns schriftlich vereinbarten Schadenersatz zu leisten. Am 23. Juni 2015 haben wir den letzten Brief vom Anwalt der Gemeinde Eschen erhalten. Anstatt sich zu entschuldigen für den durch sie entstandenen Schaden an der Mauer und denselben wieder zu beheben, schreibt die Gemeinde, die gefährliche Stelle an der Mauer hätte vor der Sondierung in der Strasse schon bestanden. Die betreffenden Herren wollen einfach nicht wahrhaben, dass sie bei der Auffüllung der Sondage in der Strasse, gravierende Fehler gemacht haben. Glaubt die Gemeinde allen Ernstes, dass Herr Hansjörg Vogt, Chef der Firma Tragweite, der selbst persönlich die Sondagestellen hinter der Mauer ausgesucht hat, eine einsturzgefährdete Stelle bestimmt hat?
Er hätte somit eine Stelle ausgesucht, die er circa ein Jahr später in einem E-Mail an die Gemeinde als ausgebeulte, potenzielle Gefahrenstelle bezeichnet hat. Ausserdem belegt das Tragweite-Gutachten eindeutig, dass die Strasse oberhalb der Mauer auch in der Vergangenheit noch nie mehr als 3,5 Tonnen tragen konnte, auch nicht den beladenen Vier-Achs-Lastwagen, der von der Gemeinde beauftragt wurde, die Sondagestellen wieder mit einem Teerbelag zu versehen und dies drei Monate, nachdem die Gemeinde im Besitz des neuen Gutachtens war, das klar belegt, dass die Strasse maximal 3,5 Tonnen tragen kann. Der Lkw war also ungefähr zehn mal schwerer als erlaubt.
Als Fortschritt kann allerdings die Tatsache gewertet werden, wonach der Strassenabschnitt oberhalb der Mauer nun doch auf 3,5 Tonnen beschränkt wird, wie es Tragweite in ihrem Gutachten empfohlen hat.
Da hilft doch das alte Sprichwort: Gut Ding braucht Weile – im Wissen, dass die Gemeinde schadenersatzpflichtig ist.

Hansjörg und Maria Thöny,
Johann-Georg-Helbert-Strasse 19,
Eschen

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