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Leserbrief

LiStrom LändlePlus – Gewerbe und Gemeinden

Mario NescherSchlattackerweg 4, Ruggell | 18. Januar 2016

Strompreis

Aktuelles Thema in den Zeitungen der letzten Tage: Auslandsaktivitäten von Post, etc. Sind Auslandsgeschäfte unserer staatsnahen Betriebe grundsätzlich Defizitgeschäfte? Nein. Als Beleg ein Zitat aus dem Jahresbericht 2014 der LKW, Seite 2: «Unser primäres Ziel ist es die starke Position als liechtensteinischer Stromversorger zu halten und die wenigen verlorenen Einzelkunden wieder zurückzugewinnen. Obwohl die neu akquirierten Stromkunden in der Schweiz diese Verluste bereits rentabel kompensieren, wie das erste Geschäftsjahr mit dieser Kundengruppe deutlich zeigt.» Es gibt also doch ein positives Beispiel, da steht das Wort «rentabel», das eindeutig die Stromliefergeschäfte in die Schweiz bewertet. Diese Kundengruppe, ein paar Gemeinden im Oberen Fricktal, bescherten folglich den Energiewirtschaftlern unserer LKW ein rentables Ergebnis in 2014. In 2015 müsste es eigentlich noch rentabler sein, erst recht in 2016. Strom ist im Einkauf nicht teurer geworden. Nicht nur im Oberen Fricktal, auch bei uns sind wieder Stromrechnungen unterwegs und landen im elektronischen oder im Blechbriefkasten. Liechtensteinische Gewerbekunden werden unter «Betragsermittlung Strom – Ansatz CHF» eine an sich unscheinbare kleine Zahl finden, 0.08 und irgendwas, entsprechend einem Kilowattstundenpreis über 8 Rappen im Hochtarif. Und wie lautet die gleichbedeutende noch unscheinbarere Zahl in der Stromrechnung, die die LKW an die rentabilitätsfördernde Kundengruppe, einige Gemeinden im Oberen Fricktal, schicken? Ich tippe auf 6.3 plus/minus ein Zehntelrappen, Hochtarif. Tief genug, um zumindest einmalig in den CH-Markt hineinzukommen, hoch genug, um rentabel zu sein. Wenn schon dieses Geschäft rentabel ist, dann müssen die Inlandsgeschäfte des staatsnahen Betriebes LKW mit unseren Gewerbepools und anderen Sondervertragskunden noch rentabler sein. Bliebe dieses Geld am richtigen Ort, beispielsweise bei einem Sondervertragskunde vom Typ «Gemeinde in Liechtenstein», so würden für diese im jährlichen Differenzbetrag locker die Energiestadt-Rezertifizierungskosten von rund 12 000 Franken drinliegen. Zwei weitere Zitate aus der gleichen Quelle: «Die LKW tragen als Grundversorgerin eine besondere gesellschaftliche und ökologische Verantwortung, die sich auch in einer offenen und transparenten Unternehmenskommunikation ausdrückt.» (Jahresbericht 2014 der LKW, Seite 4) «Die LKW bieten Strompreise für Gross-, Gewerbe- und Privatkunden auf attraktivem Niveau an und sind auch im überregionalen Preisvergleich in einer guten Position.» (Medienmitteilung LKW-Bilanzpressekonferenz März 2015)

Mario Nescher
Schlattackerweg 4, Ruggell

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