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Leserbrief

Herbert Ospelt AG

Petra Eichele,Gewerkschaftssektretärin LANV | 22. Mai 2015

Eurolöhne

Nachdem das Gespräch der letzten Woche zwischen der Herbert Ospelt Anstalt und dem LANV erfolglos geblieben ist, haben wir mit gestrigem Datum unseren Forderungen erneut schriftlich Nachdruck verliehen:
1. Wir fordern eine zeitlich befristete Lohnkürzung und eine Rücknahme der Eurolöhne!
2. Wir fordern eine Abfederung der Massnahmen auf alle Mitarbeitenden der Standorte Schweiz und Liechtenstein. Sie werden somit auf alle Schultern gleichmässig verteilt und treffen folglich den Einzelnen weniger hart!
3. Es darf kein Druck auf die Mitarbeitenden ausgeübt werden, den Massnahmen «freiwillig» zuzustimmen
4. Wir fordern eine Fristverlängerung bis 30. Juni 2015, damit alle involvierten Kreise nochmals Gelegenheit haben, sich ohne Druck mit der Thematik auseinanderzusetzen.
Die Umstellung der Lohnzahlung auf Euro mit einem einmaligen Wechselkurs von 1.15 Franken bedeutet nichts anderes als eine Lohnkürzung! Zudem wird das Währungsrisiko auf die Arbeitnehmerschaft abgewälzt. Diese Lohnkürzung von circa 9 Prozent stellt besonders für die Arbeitnehmenden aus Liechtenstein und der Schweiz eine gravierende Einbusse dar und trifft Arbeitnehmende aus dem Tieflohnbereich besonders hart. Neben dem tiefen Lohn kommen auch noch Bank- und Wechselkursspesen dazu. Damit die Arbeitnehmenden möglichst wenig Kursverluste und Spesen haben, werden sie nun vermehrt im Euroraum einkaufen müssen. Damit kommen unser heimisches Gewerbe und der Handel noch mehr unter Druck!
Die geplanten Lohnkürzungen bedeuten ausserdem, dass viele Betroffene aus dem Inland vermehrt auf wirtschaftliche Sozialhilfe angewiesen sein werden. Da diese Massnahmen unbefristet sind, ist die Unsicherheit unter den Arbeitnehmenden sehr gross.
In den vergangenen Tagen wurden wir vermehrt zum Ausrufen eines Warnstreiks aufgefordert, da die Empörung in der Öffentlichkeit gross ist. Wir möchten festhalten, dass wir praktisch keine Mitglieder aus den Reihen der Ospelt-Gruppe haben und mit Nichtmitgliedern kein Streik organisiert werden kann. Bei Streitigkeiten oder Repressionen sind Nichtmitglieder nicht durch unseren Rechtsschutz abgesichert. Unsere Gewerkschaftsarbeit wird getragen durch unsere Mitglieder und deren Solidarität mit der Arbeitnehmerschaft Liechtensteins.


Petra Eichele,
Gewerkschaftssektretärin LANV

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