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Leserbrief

Gepflegt verprügeln, Teil eins

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan | 20. Mai 2015

Herbert Ospelt Anstalt

Nachdem der Tiernahrungsproduzent Ospelt für jüngste, unpopulären Entscheidungen in der hiesigen Presse nun schon über Tage von verschiedenen Seiten ordentlich verdroschen wurde, durften ein paar weitere, gezielte Tritte in die Weichteile, im Leitartikel der «Liewo» am letzten Sonntag, natürlich nicht fehlen. Vor allem aber: Welch herrliche Gelegenheit zum Klassenkampf! Wenn das Herz am rechten Fleck schlägt – und das ist nun einmal links – kann man sich so etwas nicht entgehen lassen. Man kann bei dieser Konstellation immer präzise vorhersagen, was kommt. Sicherlich an den Pranger gestellt wird, darauf kann man getrost sein Haus wetten, die Absicht eines Unternehmens, Gewinne zu erzielen. Gegeben ist der einschlägige Verdacht ja ohnehin. In der «Liewo» heisst es beispielsweise: «Und das (die Erhaltung von Arbeitsplätzen) gelingt in diesem System nur dann, wenn man weiter Gewinne verzeichnet» und jetzt noch der Zusatz, der nie fehlen darf « – auf Kosten der Arbeitnehmer ( …)». Leider (?) ist es nun aber einmal so: «Die Erhaltung von Arbeitsplätzen wird immer und in jedem System entweder über Gewinne funktionieren oder gar nicht. Mit Garantie richtig dreckig und gemein wird’s immer in den Systemen, wo keine Gewinne verzeichnet werden. Systeme, die Verluste verzeichnen, das sind die grossen (Arbeitsplatz-)Killer.» Nur, wer so argumentiert, gehört in unserer Gesellschaft nicht mehr zu den Guten.

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan

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