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Leserbrief

Danke, Herr Hugo Sele?!

Udo Meesters,Hofistrasse 42, Triesenberg | 15. Mai 2015

Krebshilfe/«Pink Ribbon»

Traurig, das Sie an einer langfristigen Krankheit leiden, welche Sie, laut Ihres eigenen Leserbriefes, überwiegend auf falsche Behandlungsmethoden und Ernährung zurückführen. Inwieweit dieses aber mit den Institutionen «Pink Ribbon» und/oder mit der «Krebshilfe» im Zusammenhang stehen soll, kann ich als Krebskranker nicht nachvollziehen. Erst recht nicht Ihr provokanter Aufruf, in diesem Zusammenhang an derartige Institutionen nicht mehr zu spenden.
Ich kann nur für Sie hoffen, das Ihnen in Ihrem Leben die Diagnose Krebs erspart bleibt. Spätestens dann wüssten Sie, wofür diese Institutionen gut sind und würden erfahren, was diese für an Krebs erkrankte Menschen hier im Lande leisten. Leistungen bis hin zur finanziellen Unterstützungen in verschiedenen Formen. Nicht jeder ist richtig abgesichert. Nicht alles übernimmt die Krankenkasse.
Ohne diese Institutionen wären viele Betroffene Krebserkrankte, zu denen auch ich zähle, völlig auf sich allein gestellt. Das heisst ohne Fremdhilfe würde in diesen Familien ein finanzielles Fiasko entstehen. Diese Fremdhilfe wäre ohne Spendenunterstützung gar nicht möglich. Dafür bin ich seit meiner Krebserkrankung jeden Tag dankbar. Diese Institutionen leisten nicht nur schnell, einfühlsam und kompetent Unterstützung für den Betroffenen, sondern auch für die Mitbetroffenen.
Darum ein grosses Danke an Sie für Ihren provokanten Aufruf, die Spenden an diese Institutionen einzustellen. Sie haben nämlich auf Grund vieler Leserbriefreaktionen genau das Gegenteil erreicht. Menschen im Lande durch Ihre Provokation zu sensibilisieren «weiter zu Spenden». Ebenso auch, das manche Menschen darüber nachdenken, mehr Zeit für die Familie, weniger Arbeit, mehr Zeit am Kochtopf für gesunde Ernährung.
Erst wenn ein Mensch schwer erkrankt, denkt er über seine vertane Zeit nach. Bei uns sagt man: «Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gefangen.» Darum nochmals Herr Sele: Danke für Ihre nicht gewollte Diskussion zum Thema «Spendensensibilisierung» mit einem zusätzlichen Dank von mir, das es diese Spender gibt, welche derartige Institutionen unterstützen.


Udo Meesters,
Hofistrasse 42, Triesenberg

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