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Leserbrief

Jetzt reichts!

Peter Mella,Matteliwaldstrasse 33, Triesenberg | 12. Mai 2015

Krebs und Ernährung

Hugo Sele hat sich in zwei Leserbriefen zum Thema Ernährung und Krebs geäussert. Das ist sein gutes Recht. Wenn er sich aber zur Aussage hinreissen lässt, es sei «schade um jeden Franken, den man diesen Organisationen spende», dann ist das Fass voll. Das ist nämlich eine schallende Ohrfeige für alle jungen Frauen, die von Brustkrebs betroffen sind, es ist eine schallende Ohrfeige für Marion Leal von der Krebshilfe sowie die jungen Frauen von Pink Ribbon, die sich solidarisch mit den von Krebs Betroffenen zeigen. Das haben sie nicht verdient – im Gegenteil – wenn ich Fürst wäre, würde ich sie zur Ordensverleihung aufs Schloss bitten.
Als einer, der mit ansehen musste, wie seine Tochter an Krebs stirbt, ist die Aussage von Hugo Sele nämlich eine Frechheit. Mag sein, dass mit gesunder Ernährung ein Rheumaleiden verschwindet, mag sein, dass mit gesunder Ernährung Krebsprävention betrieben werden kann – aber damit wird man den Krebs nicht besiegen. Krebs hat nämlich verschiedene Ursachen. Falsche Ernährung kann eine sein. Umwelteinflüsse, Stress, psychische Probleme, Strahlenbelastung, Chemikalien, genetische Veranlagung sind andere. Wenn dann jemand an Krebs erkrankt – und das kann jeden treffen – egal wie gesund er sich ernährt, dann sind genau jene Institutionen zur Stelle, denen Herr Sele keinen Franken spenden will.
Wenn man aber persönlich betroffen ist, jahrelang gegen die Krankheit kämpft und dabei eben von der Krebshilfe begleitet wird, dann weiss man, was diese Leute leisten. Ich habe mit Marion Leal von der Krebshilfe viel geredet und diskutiert, auch darüber, wie sie das überhaupt schafft. Es ist nicht nur für die Angehörigen eine riesige Belastung, sondern auch für Marion. Sie ist immer erreichbar, sie ist immer für die Betroffenen da und sie hat uns bis zum Tod unserer Tochter sehr persönlich und einfühlsam begleitet. Ich kann dafür nur Danke sagen. Wir haben dies im Jahresbericht der Krebshilfe versucht in Worte zu fassen.
Hoffentlich bleibt das Herrn Sele erspart, denn spätestens dann wird er seine Meinung ändern. Ich jedenfalls werde die Krebshilfe und Pink Ribbon auch in Zukunft tatkräftig unterstützen und hoffe, dass dies – mit Ausnahme von Herrn Sele – auch alle anderen tun werden. Jetzt erst recht!


Peter Mella,
Matteliwaldstrasse 33, Triesenberg

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