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Leserbrief

Was läuft schief im Staate «Ländle-gesundheit»?

Udo Meesters,Hofistrasse 42, Triesenberg | 12. Mai 2015

Gesundheitswesen

Heisse Themen – AHV/IV, Pensionskasse, Krankenkassen- und Ärztetarife – beschäftigen den Bürger seit längerem nicht nur im Kopf, nein, auch in der Geldbörse.
Viele Kinder leiden unter Übergewicht. Also mehr Radfahren und Ernährung ändern. Die Rate der Krebserkrankungen steigt, es wird aber verschwiegen, dass die Hauptursache nicht das Rauchen ist, sondern beim Gros der Fälle jahrelange falsche Ernährung. Durch richtige Ernährung entsteht weder Übergewicht noch fördert man die Krebsgefahr und andere Krankheiten.
Daraus resultierend wird auch die Krankenkasse entlastet – und auch Ärzte, die dann wiederum mehr Zeit für ihre Patienten hätten.
Weniger Medikamente. Vor vielen Jahren gab es weniger Pharma und mehr gesunde Menschen, die in Rente gingen und diesen wohlverdienten Lebensabend länger genies-sen konnten. Ohne ärztliche langjährige Betreuung. Heute Burn-outsyndrom, Depressionen und vieles mehr, das die Krankenkassen stark belastet. Hier sollte man konkrete Problemlösungen suchen – und nicht irgendwelche finanzielle Jonglagen, die auf Kosten des Bürgers geregelt werden sollen, vollführen.
Wer durch Krankheit, wie ich (Krebs), bei geringer kleiner Rente nun durch erhöhte Lebensmittelausgaben seinen eigenen Gesundheitszustand halten oder verbessern will und muss, für den kann eine Prämienerhöhung der Krankenkasse und eventuelle Kürzungen bei AHV/IV schnell ein monatliches Fiasko entstehen. Das scheint aber keinen zu stören. Also kann ich dann bald wieder zum billigen Fast Food und Lebensmittel mit kurzfristigem Ablaufdatum übergehen, um diese Mehrkosten, die durch Prämienerhöhungen und eventuelle Kürzungen entstehen, aufzufangen. Somit verringere ich wieder den Anspruch auf meine Gesundheitsverbesserung und erhöhe Arzt- und Medikationskosten. Der Logik in das neue System der Kostenersparnis kann ich leider nicht folgen. Eine Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beisst.
Ich glaube, das viele Menschen im Land, die ähnliche unvermeidliche gesundheitliche Probleme haben, von dieser Art der Entscheidungen und Handhabungen genauso wenig begeistert sind. Gesundheitskontrollen im Kindergarten und in der Schule haben den Hang zu übergewichtigen Kindern und Jugendlichen sicherlich früher erkannt. Von den Erwachsenen ganz zu schweigen. Warum kommt man gerade jetzt zu diesem Ergebnis?
Hier sollte man ansetzen. Die Frucht ist nur so gut wie die Wurzel. Was uns präsentiert wird, fängt aber leider in der Krone an. Ich habe den Krebs bisher überlebt – und so sollte es bleiben.

Udo Meesters,
Hofistrasse 42, Triesenberg

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