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Leserbrief

Sehr geehrter Herr Hugo Sele

Monika Gassner,Schimmelgasse 4, Vaduz | 11. Mai 2015

Pink Ribbon

Wahrscheinlich ist Ihnen nicht bekannt, was Pink Ribbon (Brustkrebs) und die Krebsliga alles leisten und wofür sie eigentlich da sind.
Frage: Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie gesund sind?
Wenn Sie z. B. einen Bandscheibenvorfall haben und ich Ihnen raten würde, hätten Sie sich mal früher auf einen gesunden Muskelaufbau getrimmt, dann wäre das nicht passiert. Oder man hätte sich ja präventiv vorbereiten können. Nichtsdestotrotz weiss ich, was Sie sagen und worauf Sie hinaus wollen.
Allerdings ist es auch bei Krebs so, dass es jeden erwischen kann, selbst die, die sich gesund ernähren und Sport betreiben, so wie bei einem Bandscheibenvorfall auch – es kann jeden erwischen. Lungenentzündung – es kann jeden erwi- schen ... Sie wollen sich gut ernähren, das finde ich toll. Viel Gemüse, etwas Obst, aber nicht zu viel, wegen des Fruchtzuckers, Proteine (Eiweissprodukte) sind generell auch ziemlich verträglich. Wenig Kohlenhydrate und wenig Fette. Besser sind die ungesättigten.
Aber wie Herr Pedrazzini jetzt sagen würde: Ein gewisses Mass an Eigenverantwortung müsste eigentlich jeder in sich haben! Auch Sie.
Zudem gibt es auch Ernährungsberatungen, an die sich jeder wenden kann. Es gibt auch Bücher, in denen Lebensmittel erwähnt werden, die vorbeugend gegen Krebs helfen. Einige sind auch im Regal bei der Krebsliga zu finden. Und Foren im Internet gibt es auch. Also genügend Quellen sind zu erforschen, wie man sich gesund ernähren kann! Allerdings weiss man ja nicht einmal so genau, weshalb hierzulande überhaupt so viele Menschen an Krebs erkranken. Handystrahlen, Strommasten, Autobahn, Verbrennung in Buchs ... keine Ahnung. Vielleicht klärt das einmal das Gesundheitsministerium, um nicht immer über das KGV diskutieren zu müssen. Aber eines vergessen Sie ganz, Herr Sele: die Belastung für den Menschen selbst, der gerade die Diagnose Krebs erhalten hat, und die umgrenzende Familie. Die werden nicht alleine gelassen, dafür ist die Krebsliga da. Diese Menschen haben mitunter Arbeitsausfall für längere Zeit, in der sie sich nur auf sich konzentrieren sollten, um wieder gesund zu werden und sich nicht mit Behörden und Ämtern herumschlagen zu müssen, Abklärungen zu machen, die beste Lösung zu finden und vieles mehr, mitunter auch finanziell unterstützt zu werden, auch das übernimmt die Krebsliga. Zudem stehen einem krebskranken Menschen Tausende von Fragen offen ... auch dafür ist die Krebsliga da. Zuzuhören, zu trösten, aber auch in den letzten Stunden verantwortungsvoll da zu sein, was ganz bestimmt nicht einfach ist. Jeder Rappen, so finde ich, ist es wert.
Ich danke der Krebsliga, dass es sie gibt, denn es werden immer mehr, auch junge Menschen, die an Krebs erkranken, und nicht immer bezahlt die KK die ganzen Kosten.
Ich glaube auch nicht, dass Krebs allein der Ernährung zuzuschreiben ist, sondern eher den stetig steigenden wirtschaftlichen Erwartungen, die man zu erfüllen versucht, und somit immer mehr unter Stress gerät, aber das Leben selbst wird nicht mehr gelebt. Danke Marion, Danke Pink Ribbon und all den Institutionen und Stiftungen, die es gibt, die für Menschen in Not da sind! Jeder Rappen zählt! Ein gros-ses «vergelt’s Gott» – auch wenn andere es nicht verstehen können.

Monika Gassner,
Schimmelgasse 4, Vaduz

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