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Leserbrief

Muttertag – Weisheit aus Afrika

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 9. Mai 2015

Glaube

Miloca, die einzige Tochter einer Familie in Guinea Bissau, wollte Anbeterin des Blutes Christi (ASC) werden. Die Mutter wehrte entsetzt ab: Dann wird niemand unser Blut in die Zukunft tragen! Aber Miloca fühlte sich von Gott berufen und begann ihre lange Ordensausbildung. Am 13. September 2014 weihte sie sich überglücklich Gott für immer. Die ganze Stadt feierte mit. «Für mich war es eine grosse Freude, dass die ganze Pfarrei, wo ich aufgewachsen bin, aktiv mitfeierte», berichtet Sr. Miloca. «Im Herzen wiederholte ich selig die Verheissung Gottes in Jer 31,3: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt … darum habe ich dir meine Treue bewahrt. Meine Verwandten haben für jede ASC ein Lamm geschnitzt und mir ein Tuch geschenkt, das bambaran heisst und in unserer Kultur Mutterschaft bedeutet. Meine Mutter hat darauf gestickt: Schwester Miloca, Mutter der Menschheit.»
Dazu sagte die tapfere Mutter: « …Ich habe endlich begriffen, dass Gott mir nichts genommen, sondern meine Zukunftspläne unendlich gesteigert hat. Er hat unsere kleine Familie in die grosse Menschheitsfamilie verwandelt.» Und Sr. Miloca: «Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, was er mir Gutes getan hat? Ich will den Kelch des Heils erheben … (Ps 115,13). Ich will dem gekreuzigten und auferstandenem Herrn folgen und als Auferstandene an der schönen Ordnung bauen, die Er in seinem Blut begründen wollte (MDM). Den Jugendlichen lege ich ans Herz: Lasst euch nicht ausreissen, was Gott in euch gesät hat!»
Mütter – leibliche und geistliche – sind kostbar, stark in der Liebe und – lernfähig und weise, auch im ärmsten Land Afrikas!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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