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Leserbrief

Eurolöhne in Bendern

Ivo Kaufmann,Fingastrasse 2A, Triesen | 9. Mai 2015

Herbert Ospelt Anstalt

Die Herbert Ospelt Anstalt hat die unpopuläre Massnahme getroffen, ab dem 1. Oktober 2015 die Löhne in Euro auszubezahlen. Dies angeblich zur langfristigen Sicherung des Standortes Bendern. Zu solchen Massnahmen greifen vermehrt Unternehmen, welche die aktuell erschwerte Exportsituation (entstanden durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die SNB) auszunutzen versuchen oder schon in der Vergangenheit schlecht aufgestellt waren (ungenügende Produktivität). Nun weiss man, dass die Herbert Ospelt Anstalt, was die Löhne anbelangt, noch nie ein guter Arbeitgeber war. Die in Liechtenstein wohnhaften Arbeitnehmer der Herbert Ospelt Anstalt müssen schon seit Jahren regelmässig durch staatliche Zuschüsse seitens des Landes Liechtenstein unterstützt werden. Durch die Einführung der Eurolöhne muss der in Liechtenstein wohnhafte Arbeitnehmer ab dem 1. Oktober 2015 eine Lohnkürzung von 9 Prozent (entstanden durch Festlegung des Umrechnungskurses zugunsten der Herbert Ospelt Anstalt) hinnehmen. Was ist, wenn der Euro in einem Jahr bei 0.90 Schweizer Franken liegt, also unter pari fällt? Dann kann es sein, dass der in Liechtenstein wohnhafte Arbeiternehmer der Herbert Ospelt Anstalt in einem Jahr statt 9 Prozent plötzlich 20 Prozent weniger verdient. Der Staat (Steuerzahler) würde dann noch mehr via Ausgleichszahlungen zur Kasse gebeten werden. Vielleicht sollte sich die Geschäftsleitung der Herbert Ospelt Anstalt vermehrt Gedanken über den Produktionsfaktor Arbeit (beinhaltet auch eine soziale Komponente) und den damit zusammenhängenden Produktionsstandort machen.

Ivo Kaufmann,
Fingastrasse 2A, Triesen

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