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Leserbrief

Arbeit für Senioren

Walter Kranz, Dipl.-Psych.,St. Luzistrasse 12, Vaduz | 5. Mai 2015

AHV-Reform

Das Dilemma ist altbekannt: Personen über 50 Jahren haben es schwer, eine Stelle zu finden. In der Schweiz wurde kürzlich zwischen Politikern, Gewerkschaften und Arbeitgebern vereinbart, dass bei Stellenausschreibungen keine Altersbegrenzungen mehr angegeben werden sollen, um ältere Stellensuchende nicht zu entmutigen. Das hat immerhin symbolischen Wert.
Die Anhebung des AHV-Alters wird diskutiert. Der bestehende Mangel an Fachkräften, verursacht durch die Beschränkung der Zuwanderung, könnte gemildert werden, wenn Fachkräfte über das AHV-Alter hinaus arbeiten. Rentner sind bisher billigere Arbeitskräfte: Sie müssen keine AHV-Beiträge zahlen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sparen.
Mit der geplanten AHV-Revision wird dieser Vorteil für ältere Einkommensbezüger gestrichen. Der dadurch erreichte Beitrag zur Sicherung der AHV-Anstalt wird gering sein, der Schaden für Rentner ist hoch. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen beträgt er vierzehn Prozent. Das Reservoir an Arbeitskräften im Rentenalter wird nicht gepflegt.


Walter Kranz, Dipl.-Psych.,
St. Luzistrasse 12, Vaduz

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