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Leserbrief

Geschlechterquoten

Helen Marxer,Floraweg 19, Vaduz | 5. Mai 2015

Frauennetz-Forderung

Eine Lieblingsbeschäftigung von Herrn Mechnig ist es, gegen Geschlechterquoten zu polemisieren. Wobei er nicht erkennt, dass zwischen dem Parteienproporz und einem Geschlechterproporz kein Unterschied besteht. Ich bin sicher, allen ist klar, dass das Proporzwahlrecht gerechter ist als das Majorzwahlrecht.
Zur Verdeutlichung: In allen Gemeinden kann es vorkommen, dass eine Person mit mehr Stimmen nicht gewählt ist, weil der Parteienproporz dafür sorgt, dass auch Kandidaten und Kandidatinnen der Minderheitspartei im Gemeinderat vertreten sind.
Alle Frauen und Männer der Minderheitspartei, die dank Proporz gewählt werden, sind also nach Mechnigs Logik Quoten-Gemeinderäte. Nur käme es niemandem in den Sinn, auch Herrn Mechnig nicht, jenen Räten die Kompetenz abzusprechen. Bei Frauen kommt dieser Vorwurf aber sofort.
Herr Mechnig, Geschlechterquoten sind für Sie offenbar so schlimm, dass Sie an Harakiri denken. Entrosten Sie Ihr Set ruhig, denn es geschehen manchmal Zeichen und Wunder. Wär hätte einst gedacht, dass Frauen ihre Staatsbürgerschaft, genau gleich wie die Männer, ihren Kindern weitergeben können, oder dass die Berliner Mauer je fallen würde?

Helen Marxer,
Floraweg 19, Vaduz

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