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Leserbrief

Planken ohne den «Hirschen»?

Friedrich von Bültzingslöwen,Dorfstrasse 33, Planken | 5. Mai 2015

Beizensterben

In einem kleinen Dorf geht die «Buschtrommel» schnell und so hört man jetzt in Planken, dass der Gasthof Hirschen am 31. Juli 2015 seinen Betrieb schliessen wird. Nun könnte mancher sagen, dass sei doch eine reine Privatsache und ginge uns andere Plankner nichts an. Das stimmt aber nicht, denn das einzige Gasthaus im Dorf hat sich seit seiner Wiederbelebung rasch und dank Michael und seinen Angehörigen zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Das Erstaunliche ist, dass viele von uns Planknern den Hirschen zwar nur gelegentlich besuchen und ihn trotzdem für einen wesentlichen Teil unseres Dorfes halten. Liegt es etwa daran, dass es immer weniger Orte und Gelegenheiten gibt, wo man noch Dorfgemeinschaft anstelle eines reinen Individualismus pflegen kann?
Doch was tun, wenn sich der Betrieb einer kleinen Dorfwirtschaft aus betriebswirtschaftlichen Gründen kaum trägt? Schon bei der Diskussion um das «Sarojaprojekt» war man der Meinung, dass es nicht Aufgabe der Gemeinde sein könne, eine Dorfgaststätte zu unterhalten. Müssen wir also traurig und tatenlos den Verlust eines Stücks Plankner Dorfkultur hinnehmen? Oder weiss jemand eine «rettende» Kompromisslösung? Es steht zu befürchten, dass auch beim Hirschen die Frage Lebensqualität oder Geld zugunsten des Finanziellen entschieden wird. Planken wird dann dauerhaft ein wesentliches Stück ärmer sein.

Friedrich von Bültzingslöwen,
Dorfstrasse 33, Planken

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