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Leserbrief

Jahr des Ordenslebens

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 25. April 2015

Glaube

Unser Papst hat 2015 unter dieses Thema gestellt. Haben Sie davon gehört? Wie würden Sie das Ordensleben definieren? Seine bekannten Merkmale sind die drei Gelübde, das Gebet und das Leben in Gemeinschaft. Aber sein Wesen besteht darin, das der Mensch «schon auf Erden ganz Gott gehören» will – aus Liebe. So hat es vor fast 80 Jahren mein Katechet definiert und mich damit «befähigt», das Ordensleben zu wählen, das mich bis heute glücklich macht. Wenn ich höre, dass viele Ehen zerbrechen, denke ich: Da hängt die Treue eben von zwei Menschen ab, im Ordensleben nur von einem, denn Gott ist immer treu.
Spannungen gibt es überall, wo Menschen miteinander leben, aber als Ordensfrau weiss ich, dass Schweres tragen stark macht – an Leib und Seele. Jesus hat sogar versprochen: «Mein Joch ist süss und meine Bürde ist leicht», weil die Liebe tragen hilft …
Das setzt natürlich Glauben an Gott voraus und die Kenntnis der Frohen Botschaft Jesu. Der Freude strahlende Papst Franziskus schrieb für alle Menschen als erste anspruchsvolle Botschaft die «Freude des Evangeliums», die er als Ordensmann auch als Papst ansteckend lebt. Haben Sie das Büchlein gelesen?
Mir gefällt die Definition des Ordenslebens von J. C. Lavigne, OP: «Ordensleben ist eine christliche Lebenskunst, die Christus eröffnet hat. Diese Kunst besteht aus ständigem Neubeginn, Vertrauen auf die am Kreuz geschenkte Erlösung, Freundschaft mit Gott und den Menschen, die sich aus dem Gebet nährt.» Ich bin gespannt, wie es der em. Abt Werlen von Einsiedeln am 26. April in St. Elisabeth definieren wird. Auch Sie sind herzlich eingeladen.

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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