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Leserbrief

Erzbistum Vaduz

Dr. theol. Klemens Honek,Vorstadt 19, Feldkirch | 24. April 2015

Erzbistum Vaduz

Die am vergangenen Gründonnerstag in der ausserordentlichen Form des Römischen Ritus gefeierte Chrisammesse nehmen einige Leute – wohl überwiegend aus dem Bereich des «Vereins für eine offene Kirche» – erneut zum Anlass, in einem «offenen Brief» an Landtag und Regierung ihre Kritik an unserem Erzbistum Vaduz, näherhin an unserem Erzbischof, loszuwerden.
1. Ich frage mich: Wie viele der Unterzeichneten haben je an einer Chrisammesse teilgenommen? Wahrscheinlich die wenigsten, wenn überhaupt jemand. Und zwar auch damals nicht, als die Chrisammesse in der ordentlichen Form des Römischen Ritus gefeiert wurde, sei es früher in der Kathedrale von Chur oder später dann in derjenigen von Vaduz.
2. Sonntag für Sonntag und Wochentag für Wochentag werden in unseren Pfarreien heilige Messen gefeiert, und zwar in der ordentlichen Form des römischen Ritus, wie es auch Papst Franziskus tut. Hand aufs Herz! Nehmen die Unterzeichner wenigstens an allen Sonntagen und gebotenen Feiertagen daran teil? Nehmen unsere katholischen Politiker regelmässig daran teil?
3. Die Priester in unserem Land verkünden – wie es von einem röm.-kath. Geistlichen erwartet werden darf – die Lehre der Kirche, wie sie etwa im Katechismus der Katholischen Kirche zusammengefasst und für alle Menschen – frei zugänglich – nachzulesen ist. Auch Papst Franziskus vertritt diese Lehre. Seine Reformvorhaben beziehen sich – das dürfte inzwischen jedem Beobachter klar sein – nicht auf die Glaubenslehre.
4. Aufgrund dieser Feststellungen komme auch ich zum Schluss, dass dringender Handlungsbedarf besteht! Nämlich den Glauben zu bekennen und ihn auch zu praktizieren! Das gilt für alle, die getauft und gefirmt sind und dadurch zur römisch-katholischen Kirche gehören, ob nun als Laie, als Priester, als Politiker, etc. …

Roland Casutt, Pfarrer von Bendern

Zum Artikel bzw. Leserbrief vom 23. April möchte ich erwidern: Erzbischof Wolfgang handelt genau im Sinne des päpstlichen Motu Proprios «Summorum Pontificum», wonach sich der ausserordentliche und der ordentliche römische Ritus gegenseitig befruchten sollen, indem er einmal im Jahr die Chrisammesse im ao. Ritus feiert. Was die Paramente betrifft sollte uns doch nichts zur Verehrung Gottes zu teuer sein. Auch hier leistet der Erzbischof nicht einer Banalisierung der Liturgie Vorschub, wie dies leider nur allzu oft vorkommt.

Dr. theol. Klemens Honek,
Vorstadt 19, Feldkirch

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