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Leserbrief

Wo bleibt die Chancengleichheit?

Ruth Schöb,Auring 57, Vaduz | 18. April 2015

Rampen für «Vierräder»

Spazieren Sie mal beim Landesmuseum, beginnend auf der rechten Seite durch Vaduz bis vorne zum Kreisel und Sie werden sehen, dass beinahe jedes zweite Geschäft oder Restaurant dank einer oder zwei hoher Stufen jedem «Vierräder», Rollstuhl, Kinderwagen verwehrt bleibt. Man könnte zusätzlich an den Schaufenstern noch den Satz «Nur für Fussgänger» anbringen! Ich nenne aus Zurückhaltung keine Namen der Läden. Mittels einer preisgünstigen mobilen Holzrampe wäre dieser Missstand allerdings durch die Geschäfte, Restaurants, Drogerien günstig zu beheben, so man denn wollte?! Aber wahrscheinlich bricht eher wieder eine Grundsatzdiskussion aus über Privat- oder Gemeindegrund, weshalb man dann eben ... Komisch, dass bei uns solche Selbstverständlichkeiten meist so kompliziert und schlussendlich negativ verlaufen ...
In jedem armen südlichen hintersten kleinen Dorf oder in den grösseren Städten finden sich sogar Betonrampen neben den Stufen, um diese in den kleinsten Läden zu umgehen. Dort sind anscheinend Menschen mit Rollstuhl, Kinderwagen, Rollatoren willkommen. Nun ja, solche Rampen könnten das teure, vielleicht etwas sterile Antlitz von Vaduz beleidigen. Das will ja niemand. Also lassen wir weiterhin inländische und ausländische touristische «Vierräder» vor den Toren stehen, reinschauen können und dürfen sie ja trotzdem und zur Belebung von Vaduz tragen diese Menschen (ob draussen oder drinnen) wohl auch nicht viel bei.

Ruth Schöb,
Auring 57, Vaduz

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