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Leserbrief

Gottes Macht zu strafen wird verschwiegen

Urs Kindle,Binzastrasse 51, Mauren | 16. April 2015

Glaube

Frage an den Papst: «Dass wir uns nicht davor scheuen müssen, an die Grenze einer Situation zu gehen, wissen wir. Was bedeutet aber, es zähle zu den gefährlichsten aller Versuchungen, daran zu glauben, dass wir die Grenze nach Hause tragen können, um solche zu zähmen?»
Der Papst: «Wer an die Grenze einer Situation geht, muss an dieser Grenze leben und dort sein Zuhause finden. Wer sich um Drogensüchtige in den Elendsvierteln kümmert, muss mit diesen Drogensüchtigen leben, um die Wahrheit ihrer Existenzen und des eigenen Daseins auszuloten. Genial äusserte sich unser Generalvater Pedro Arrupe SJ dazu: Niemand kann über die Armut sprechen, wenn er nicht in die Armut eintaucht. Eintauchen ist gefährlich, denn einige Ordensleute missverstehen es, unterscheiden die Geister falsch und Unglücksfälle geschehen; aber das Risiko entspricht dem Wert des Vorhabens. Und es gibt so viele Grenzen! Denken wir an die Schwestern in den Hospizen! Einer von ihnen danke ich mein Leben. Als ich im Krankenhaus mit Lungenentzündung lag, verschrieb mir der Arzt Penizillin und Streptomyzin in bestimmten Dosen. Die Schwester verdreifachte diese Dosen, denn sie verbrachte den ganzen Tag mit den Kranken und wusste besser. Der Arzt war ein guter Arzt, der in seinem Labor lebte; die Schwester lebte an der Grenze und unterhielt sich mit der Grenze alle Tage. Die Grenzen zähmen zu wollen, bedeutet, sich darauf zu beschränken, von der Ferne zu sprechen, sich in den Labors abzukapseln, nützliche Dinge auch (...). Aber die Reflexion muss für uns mit der Erfahrung beginnen.»
Jorge spricht hier aus eigener Erfahrung. Wochen verbrachte er in den riesigen Elendsvierteln der Vororten Buenos Aires, wo sich damals weder das Militär noch die Polizei hineinwagten. Seine Messen besuchten Tausende. Abends begleiteten ihn Tausende für die Stunde der Anbetung. Immer sagte er: «Gott begegnet man im Heute!» Sehr kümmerte er sich darum, den Notbehelfsregierungen der Elendsviertel eine Verfassung, eine feste Struktur und Konfliktschlichter zu geben. Gerade aus diesen Gründen geriet er auf die Todesliste der Militärdiktatur. Jorge kommentierte dazu: «Es ist eine frohe Botschaft! Erfunden oder nicht. Solches bedeutet, dass wir an der Grenze sind. Diese müssen wir noch durchbrechen.» Jetzt ist Franziskus an der Letzten aller Grenzen, am Kirchenumbruch, an der Übertragung des Kirchenstaats an das Volk Gottes angelangt, um das Werk Ignatius nach 475 Jahren seit der Gründung der Gesellschaft Jesu zu vervollkommnen.


Víctor Arévalo, Univ.-Prof. Dr. iur.,
Auring 56, Vaduz

Am Sonntag nach Ostern feiert die Kirche weltweit alljährlich das wichtige Fest der göttlichen Barmherzigkeit. Es basiert auf Botschaften, welche Jesus der hl. Schwester Faustyna (gest. 1938) übergab. Einige zentrale Aussagen Jesu an die hl. Sr. Faustyna: 1) Wir befinden uns in der Endzeit; 2) Trotz Endzeit können Reumütige angstfrei und voller Vertrauen auf Jesus und seine gros-se Barmherzigkeit bauen; 3) Wir sollen nicht vergessen, dass es neben der grossen Barmherzigkeit Gottes auch die Gerechtigkeit Gottes gibt, welche die Ungerechten und die Bösen bestraft und die Guten belohnt; 4) Wir sollen umkehren, da die Barmherzigkeit Gottes (nächstens!) zu Ende geht.
Hierzu einige wörtliche Aussagen Jesu an die hl. Schwester Faustyna, festgehalten in ihrem von der Kirche anerkannten (!) Tagebuch (TB): «Verkünde der Welt meine [Jesus’] Barm­herzigkeit. Möge die ganze Menschheit meine unergründliche Barmherzigkeit kennenlernen. Das ist das Zeichen der Endzeit. Danach kommt der Tag der Gerechtigkeit. Solange noch [!] Zeit ist, sollen sie zur Quelle meiner Barmherzigkeit Zuflucht nehmen.» (TB 848). Und, Zitat: «Ehe ich [Jesus] als gerechter Richter komme, öffne ich weit die Tür meiner Barmherzigkeit. Wer durch die Tür der Barmherzigkeit nicht eingehen will, muss durch die Tür meiner Gerechtigkeit.» (TB 1146). Und: «Künde den Seelen von meiner grossen Barmherzigkeit, denn der furchtbare Tag ist nahe, der Tag Meiner Gerechtigkeit.» (TB 965) Furchtbar für die Feinde Gottes.
Leider wird heute Gottes Macht zu strafen verschwiegen. Die Welt – einschliesslich der modernistischen Kirche! – schneidert sich einen falschen Gott, der nur noch barmherzig sein soll. Wozu? Damit man die Gebote Gottes nicht mehr befolgen muss. Dadurch lässt sich die Sünde kleinreden bzw. gar abschaffen!
Wunderbar treffend die Worte, welche die bibeltreue Schweizer Seherin Myrtha Maria Müller «von oben» empfing: «Die Barmherzigkeit Gottes ist immer bereit, wenn man den Herrn [Jesus] darum bittet und auch Busse tut! Aber auch seine Gerechtigkeit wird kommen! Denn Gerechtigkeit ist: Das Böse zu bestrafen und das Gute zu belohnen!» (25. November 2014) Man solle, so Jesu Worte, «bereuen, umkehren und Busse tun. Denn nur das allein kann noch retten! Dazu aber bleibt nur noch wenig Zeit!» (16. November 2014) Und: «Betet, betet, betet. Die Zeit zur Umkehr wird immer kürzer!» (18. November 2014) Dies wird uns die allernächste Zukunft beweisen. Stichwort innere Warnung von Garabandal.

Urs Kindle,
Binzastrasse 51, Mauren

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