Leserbrief

Frohe Botschaft

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 11. April 2015

Glaube

«Geheimnis des Glaubens – im Tod ist das Leben». So heisst die christliche Osterbotschaft. Die Frauen entdeckten als erste das leere Grab. Magdalena – Augustinus nannte sie «Apostelin der Apostel» – berichtete den aus Angst hinter verschlossenen Türen versammelten Aposteln: «Ich habe den Herrn gesehen», und richtete ihnen aus, dass sie ihn in Galiläa sehen werden. Sie sollen ihm ja im Alltag begegnen!
Wir auch! Sehen wir ihn in den strahlenden Augen des Kindes, in der aufgehenden Sonne, in den aufbrechenden Blüten der Wiesen- und Gartenblumen – aber auch im Sturm, in der Krankheit und im Sterben, vor allem aber in der geschenkten Vergebung nach einem Streit?
«Warum sucht ihr den Auferstandenen unter den Toten?» Er lebt in jedem Menschen, ist gegenwärtig in allen Ereignissen …
In meinen alten Tagen wird mir ganz neu bewusst, was ich als Kind im Religionsunterricht gelernt habe: Gott weiss alles, Gott kann alles, Gott ist überall … und er liebt jeden Menschen ganz persönlich, wenn wir es ihm erlauben.
Alleluja, Jesus lebt – hier heute!
In Galiläa, wo Jesus die vier Fischer zur Nachfolge eingeladen hatte, kochte er ihnen als Auferstandener das Frühstück, als sie mit leeren Netzen dem Ufer zustrebten. Sie gehorchten seinem für sie widersinnigen Befehl: Werft die Netze auf der rechten Seite aus! Und das Netz war übervoll. (Joh 21,6) «Ohne Osteraugen ist Brot wieder Brot – sagte Bischof K. Hemmerle – Mit Ostern ist immer der 7. Tag!» – Leben in Fülle. Das wünsche ich allen.

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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