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Leserbrief

Flieg, Marlies, flieg, die S-Bahn bringt sonst Krieg

Jo. Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 1. April 2015

S-Bahn

In seinem gestrigen Standpunkt zitiert mich der leider scheidende VU-Parteipräsident Jakob Büchel aus einer Landtagsdebatte zur S-Bahn «FL–A–CH» im Oktober 2011! Richtigerweise müsste man die Ausführungen des damaligen Verkehrsministers Martin Meyer auch noch vollständig zitieren, dann würde alles auch ein bisschen mehr Sinn machen. Der damalige Regierungsrat Meyer verdiente für seine Ausführungen und den Plan, den er aufzeichnete, ein Lob! Die Vorgehensweise des damaligen Regierungsrats hat mich natürlich sehr gefreut, weil es in der Legislaturperiode Tschütscher eher Usus war, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Ein 100-Millionen-Projekt erfordert umfassende, ausgewogene Information, aber keine Propaganda und Hirnwäsche. Wie es aussieht, hat es die Regierung Hasler, allen voran die Verkehrsministerin Marxer-Amann, verpasst, seit der Übernahme des Dossiers vom damaligen Verkehrsminister Meyer selbst die grundlegenste Voraussetzung für eine S-Bahn vertraglich zu sichern, nämlich die Finanzierung. Was nützt eine Informationskampagne über ein Millionen-projekt, in welchem die Finanzen nicht geregelt sind? Nun, dieser Fehler wäre wohl dem damaligen Regierungsrat Meyer nicht passiert. Das Versagen der Verkehrsministerin lässt sich weder mit Zitaten aus alten Landtagsdebatten erklären noch lässt es sich schönreden. Dass nun ausgerechnet die VU-Fraktion nach den doch eher stümperhaften Versuchen, das S-Bahn-Debakel zu erklären, nach Informationen sucht, bestätigt mir, dass ich damals Herrn Regierungsrat Meyer zu Recht für sein verantwortungsvolles Vorgehen gelobt habe.

Harry Quaderer,
DU-Fraktionssprecher, Schaan

Marlies solle schnell nach Wien fliegen und sich dort schlau machen, wer Seifenstein und wer der Kaiser ist. Seifenstein ist der kleine Kahlköpfige mit den Handschuhen. Der Kaiser ist der mit dem rot-weiss-roten Schleiferl und er sitzt am Stuhl droben. Mit dem muss sie reden wegen der Bahn. Und sie muss ihm, dem Kaiser auf dem Stuhl, klarmachen, dass wir ein ernst zu nehmender Nachbar sind und dass wir uns nicht mehr seiner, immer noch k. u. k. verlorenen Alpenrepublik untertan fühlen. Und dass, wenn wir schon unsere Böden dafür hergeben, dass darauf sein vorsintflutliches Eisenklumprelikt des Österreichischen Imperialismus herumkrawallt, das sich selbst in der heutigen Zeit immer noch Wienerwaldexpress nennen muss, damit wenigstens noch ein pensionierter Wiener Herr Doktor Magister oder Diplomingenieur einsteigt, wir diese Schienen auch benutzen wollen. Und sag ihm, dass er seinen verrosteten Schienenstrang aufrollen, ihn nach Graz karren und dort in einem Linz-Donawitz-Ofen zu neuem Eisen für die Pinzgauer oder Steyr-Puch-Produktion einschmelzen könne, falls wir darauf nicht fahren dürfen. Wenn sich Marlies nicht traut, dann müssen eben Mannen mit Schnäuz her. Aber jene haben wir nicht. Und da der «Köfferli Schädler» einen solchen auch nicht hatte, wäre selbst er, der auch den Zahnlosesten unter uns noch eine Zahnbürste verkaufte, dazu zu wenig Mannsbild gewesen.
Richtig: Ein Bild von einem Mann müsste her – aber: Die Mannen von heute lassen sich die Finger und Zehennägel zweimal im Monat für die Brunst herrichten. Das Brusthaar muss bei den ganz männlichen und besonders hübschen, wöchentlich mit der brutalen Heisswachsmethode herunter. Wer modern und schön sein will, muss leiden. Wobei die Schönheit von heute ein anderes Ideal verfolgt, wie noch zu Zeiten ohne Heisswachstechnik. Der Genderismus dringt bis in die Hodensäcke junger Männer vor und jene wollen gerüstet sein, wenn es bald weder Frau noch Mann, sondern nur noch ein «es» gibt. Bald werden die einst Frauen und die ehedem Männer sich in einem einzigen «es» ohne Unterschiede verschmelzen. Alle gleich stark, alle gleich schlau, alle gleich schnauzbärtig, alle mit den gleichen Rechten und Pflichten. So kann es sein, dass irgendwann doch noch das «Köfferli Schädler», zu der Minister geht, es im Auftrag unseres Regierungses zu fragen, ob man diese Jammerbahn abreissen könne, da es an Kondukten keinen Nachwuchs mehr gäbe. Alle wären unter dem Heisswachs verschieden.

Jo. Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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