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Leserbrief

LIPO contra LKV und ich

Agnes Dentsch,Poliweg 12, Ruggell | 24. März 2015

Gesundheitswesen

Am 17. März 2015 erschien ein Leserbrief von der LIPO. Es heisst, so habe ich es zumindestens verstanden, die Krankenkassen sollen ihre Reserven vermehrt einsetzen, dann müssten die Prämien weniger erhöht werden und die Gesundheitskosten sind ja eh rückläufig. Am 20. März 2015 kam die Antwort vom LKV. Die Prämien werden vom Amt für Gesundheit geprüft. Dieses achte auf finanzielle Sicherheit der Krankenversicherungen. Im Weiteren heisst es: Die Kosten für Leistungen in der OKP sind in diesen Jahren nicht zurückgegangen, sondern stetig gestiegen. Und hätten die Kassen nicht einen Teil der Reserven eingesetzt, hätten die Prämien 2015 stärker erhoben werden müssen. Meine bescheidene Meinung: Die LIPO sollte sich doch fragen, was dann passiert, wenn die Krankenkassen keine Reserven mehr haben. Von wegen rückläufige Gesundheitskosten. Wenn ich den Krankenkassenstatistik 2013 lese, mache ich mir schon Gedanken: 87 Prozent der Versicherten bezogen Leistungen aus der OKP, steht im Bericht. Im Klartext: lediglich 13 Prozent der Versicherten sind gesund. Das ist doch nicht normal. Sollte nicht die LIPO im Interesse der Patienten handeln und prüfen warum die Kosten so hoch sind? Sich für eine Tarifsenkung und zur Vermeidung von Überdiagnosen, Übertherapien und unnötigen Operationen einsetzen? Warum tun sie nichts zur Förderung der Eigenverantwortung? Die LKV ist immerhin bemüht, die Kosten auch über die Leistungserbringer zu reduzieren zugunsten der Versicherten. Führt Verhandlungen mit Verbänden und Ärztekammer etc. Fakt ist: Patienten sind zur Ware geworden, schlucken Medikamente, lassen sich untersuchen ohne Ende, gar operieren ohne Wenn und Aber. Die Ärzte haben schliesslich «Therapiefreiheit» (tun was sie wollen). Nur wenige Patienten wehren sich. Schade, wo bleiben die mutigen Patienten? Wie wäre es, wenn die Ärzte und Spitäler ihre Rechnung erst bezahlt bekommen, wenn der Patient wieder gesund ist? Das wäre ein Hit!

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

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