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Leserbrief

LIEmobil ist flexibel und kostengünstiger

Herbert Elkuch,DU-Landtagsabgeordneter | 20. März 2015

S-Bahn

Die Bahnlinie wurde 1870 erbaut, um vorrangig das SBB- und ÖBB-Netz für Fern- und Güterzüge zu verbinden. Der Personentransport mit der Bahn innerhalb Liechtensteins war und ist unbedeutend, weil die Linienführung nicht dafür abgestimmt war. Daran ändert auch das S-Bahn-Projekt nichts. Die Bahn verbindet in Liechtenstein lediglich zwei Weiler mit einer Gemeinde. Zehn von elf Gemeindezentren werden nicht bedient.
Im Unterschied zur Bahn fahren die Linienbusse der LIEmobil in alle Gemeinden, zu den Arbeitsstätten und Freizeit-Destinationen Malbun und Gaflei, sowie zu den Anschlusspunkten der internationalen Züge in Sargans, Buchs und Feldkirch. Die internationale Erreichbarkeit ist mit dem Linienbus bestens gewährleistet. Mit für ländliche Verhältnisse kurzen Taktzeiten sorgt die LIEmobil bereits für gute öffentliche Mobilität. Dies kostet den Steuerzahler jährlich 14,5 Millionen Franken oder circa 900 Franken pro Privathaushalt. Die jährlichen Kosten in Millionenhöhe der S-Bahn, die kommen noch dazu.
Die S-Bahn hat nur vier Haltestellen in ganz Liechtenstein, wogegen die Bus-Linie 70 allein zwischen Feldkirch-Bahnhof und Nendeln-Bahnhof neun Haltestellen bedient. Dabei ist der Bus in den frühen Morgenstunden noch sogar um eine Minute schneller als die S-Bahn. Diese Haltestellen in Wohngebieten entlang der S-Bahnstrecke müssen trotz S-Bahn mit dem Linienbus in Parallelfahrten bedient werden. Ein grosser Vorteil dieses Linienbusses ist weiter, dass der Fahrgast von Klaus via Rankweil, Nendeln, Bendern bis Schaan im gleichen Bus sitzen bleiben kann. Ein Schichtarbeiter aus Rankweil, der in der Presta, beim Malbuner oder in der Hilcona arbeitet, müsste mit der S-Bahn mindestens drei verschiedene, öffentliche Verkehrsmittel benutzen, im Bus kann er jedoch bequem sitzen bleiben. Dies ist der Grund, warum in den Morgenstunden von Feldkirch kommend mit den Linienbussen etwa 420 Personen und mit der Bahn nur circa 230 Personen den Weg zur Arbeit antreten. Der Bus ist eindeutig attraktiver. Ein Doppel-Gelenkbus befördert in einer Fahrt bis zu 256 Personen. Das ist genügend Kapazität, die S-Bahn ist unnötig! Die LIEmobil ist sehr flexibel, das Netz bietet eine hohe Erschliessungsqualität und Busse sind preisgünstiger als eine S-Bahn.
Wozu 50 Millionen für eine S-Bahn, die auf einer ungeeigneten Strecke fährt, keine Verbesserung der Verkehrserschliessung der Dörfer und Arbeitsstätten, dafür aber hohe Folgekosten bringt?

Herbert Elkuch,
DU-Landtagsabgeordneter

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