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Leserbrief

Krankenkassen- prämien 2015 sind korrekt kalkuliert – und vom Amt (...) genehmigt

Liechtensteinischer Krankenkassenverband (LKV) | 20. März 2015

Gesundheitskosten

Die Liechtensteinische Patientenorganisation (LIPO) erweckt in einem Forumsbeitrag, am 17. März sowohl im «Volksblatt» als auch im «Vaterland» erschienen, den Anschein, die Prämien der Krankenversicherer für das Jahr 2015 seien höher als notwendig.
Den von der LIPO geäusserten Vorwurf weisen die Krankenversicherer in Liechtenstein – Concordia, FKB und Swica – scharf zurück. Die Krankenversicherer sind bemüht und gesetzlich verpflichtet, die durch das Krankenversicherungsgesetz (KVG) gedeckten Behandlungen der Versicherten zu sozialverträglichen Prämien anzubieten. Die Prämien der Krankenversicherer werden vom Amt für Gesundheit geprüft und genehmigt. Dieses beurteilt die Budgets und Prämien der Kassen und achtet insbesondere auf die finanzielle Sicherheit der Krankenversicherungen. Die Prämien der drei in Liechtenstein tätigen Krankenversicherer für das Jahr 2015 wurden vom Amt für Gesundheit ohne Einschränkungen genehmigt. Im Herbst informierten die Regierung, das Amt für Gesundheit und der Liechtensteinische Krankenkassenverband die Öffentlichkeit umfassend mittels einer Medienorientierung über das durchgeführte Prämiengenehmigungsverfahren und die Prämien für das Jahr 2015. Der Staatsbeitrag an die Krankenversicherer für Erwachsene wurde von 2010 bis 2015 von 57 Millionen Franken auf 33 Millionen Franken (–24 Millionen Franken) gesenkt. Die Kosten für Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) sind in diesen Jahren aber nicht zurückgegangen, sondern stetig gestiegen. Zwischen 2004 und 2013 um durchschnittlich 5,3 Prozent pro Jahr. Für das Jahr 2015 machte allein die Reduktion des Staatsbeitrages eine Prämienerhöhung von 24 Franken pro Monat und versicherte Person nötig. Hätten die Kassen im letzten und diesem Jahr bei der Budgeteingabe nicht einen Teil der bestehenden Reserven eingesetzt, um das Kostenwachstum und die Senkung des Staatsbeitrages zu kompensieren, hätten die Prämien 2014 und 2015 stärker angehoben werden müssen. Die Reserven wurden allein im Jahr 2013 um rund 9 Millionen Franken oder 16,6 Prozent zugunsten der Prämienzahlerinnen und Prämienzahler gesenkt!
Eine Familie in Liechtenstein zahlt heute bei höheren Kosten im Vergleich zur Schweiz deutlich geringere Prämien, wie ein Vergleich anlässlich der Medienorientierung zu den Krankenkassenprämien 2015 zeigt.
Die Krankenversicherer sind laufend in Gesprächen mit Verbänden von Leistungserbringern, um eine möglichst optimale Versorgung zu möglichst günstigen Prämien sicherzustellen. Aktuell befindet sich der Verband in Tarifverhandlungen mit ambulanten Leistungserbringern. Dabei vertritt er die Interessen der Prämienzahlerinnen und Prämienzahler.

Liechtensteinischer Krankenkassenverband (LKV)

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