Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Wen wundert es?

Karin Jenny,Römerstrasse 9, Nendeln | 18. März 2015

Gemeindewahlen

Die Unabhängigen (kurz: DU) bedanken sich bei allen Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, die an den Gemeindewahlen teilgenommen haben. Liechtenstein kann mit seiner nach wie vor hohen Stimmbeteiligung zufrieden sein und darf hoffen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger weiterhin aktiv an der Gestaltung des öffentlichen Lebens beteiligen.
Speziell bedanken sich die Unabhängigen bei allen Wählerinnen und Wählern, die unsere Gemeinderatskandidaten in Eschen, Schaan, Vaduz, Triesenberg, Trie-sen und Balzers unterstützt haben. Es freut uns riesig, dass unsere Kandidaten in Triesen, Schaan und Eschen den Sprung in den Gemeinderat geschafft haben. Aber auch in den Gemeinden Balzers, Triesen-berg und Vaduz, wo es für einen Sitz im Gemeinderat knapp nicht gereicht hat, spornt uns das gute Wahlergebnis unserer Kandidaten an, in der Gemeindepolitik mitzuwirken.

Die Unabhängigen (DU)

Das schlechte Abschneiden der Frauen bei den Gemeindratswahlen 2015 hängt unmittelbar mit der fehlenden Gleichstellungsarbeit zusammen. Es wird ja wohl niemand erwartet haben, dass Frauen gleich oder besser vertreten sein werden, nachdem auf höchster Ebene mehrmals kundgetan wurde, für wie überflüssig man die Arbeit einer Gleichstellungsbeauftragten hält. Da einen Appell an die Frauen zu richten, ihr Selbstbewusstsein zu stärken, ist wohl ironisch gemeint. Solche Ergebnisse werden dazu führen, dass irgendwann wieder alles in Männerhand sein wird. Die engagierte Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten in der Vergangenheit führte schrittweise zur verbesserten Präsenz von Frauen. Nun aber fahren wir mit Höchstgeschwindigkeit zurück in die finsterste Vergangenheit. Auf eine alte Einrichtung, wie den Politiklehrgang für Frauen hinzuweisen, ist ein schwacher Abglanz wirklichen Engagements. Das Wichtigste ist nicht nur, Frauen auf die Listen zu bringen – das Wichtigste wäre, den Wählerinnen und Wählern bewusst zu machen, was es bedeutet, permanent Frauen zu streichen. Irgendwann werden sich Frauen von der Politik verabschieden, weil es nicht zu mehr als Lippenbekenntnissen reicht. Die Frage ist, ob wir uns das auf Dauer leisten können.


Karin Jenny,
Römerstrasse 9, Nendeln

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung