Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Warum nicht sagen, wie es ist?

Christian Gstöhl,Elgagass 13, Balzers | 17. März 2015

Wähler ernst nehmen

Bei der Diskussion über die S-Bahn fällt auf, dass die Befürworter den grossen Nutzen herausstreichen, den der Ausbau der Bahnstrecke von Feldkirch nach Buchs unserem Land bringen soll. Viele Leute stellen diesen Nutzen in Frage. Was soll der Ausbau dieser Bahnstrecke durch nur drei Ortschaften uns tatsächlich bringen? Würde man von offizieller Seite offen bekennen, dass der Nutzen für uns nicht gross sein wird, der Ausbau dieser Bahnverbindung aber einen Beitrag Liechtensteins an das europäische Bahnnetz darstelle, könnte sich manch einer entschlies-sen, dieses Projekt zu befürworten. Wir profitieren ja auch vom Verkehrsnetz im Ausland. Bei der AHV-Diskussion verläuft es ähnlich. Man schreibt, dass es keine Kürzungen geben soll. Man wolle nur die 13. Rente auslaufen lassen oder tilgen, indem über Jahre keine Teuerungsanpassungen mehr vorgenommen würden. Viele Leute fragen sich: Was ist das anderes als eine Kürzung? In einigen Jahren wird die AHV-Rente trotz höherer Beiträge weniger wert sein als heute. Würde man sagen, man könne sich die 13. Rente einfach nicht mehr leisten und müsse eine Leistungskürzung vorsehen, würde manch einer sich denken: Wenn wir so ein armes Land sind und es nicht anders geht, dann wird es wohl so sein müssen. Sind wir so arm? Der Versuch, die Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern nicht für voll zu nehmen, ihnen Sand in die Augen zu streuen, ist alles andere als vertrauensbildend.


Christian Gstöhl,
Elgagass 13, Balzers

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung