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Leserbrief

Krankenkassen- prämien 2015 höher als nötig?

Liechtensteiner Patienten- organisation LIPO | 17. März 2015

Gesundheitskosten

Wie aus der jüngsten Publikation des BAG-Kostenmonitoring bekannt, ist für 2014 in Liechtenstein ein leichter Rückgang der Gesundheitskosten zu verzeichnen. Damit konnte seit der Publikation der BAG-Daten für das 3. Quartal 2014 gerechnet werden und war zum Zeitpunkt der Prämienfestsetzung für 2015 (+12,5 % oder 37 Franken) bekannt. Davon sind 24 Franken (8,1 %) durch die neuerliche Reduktion des Staatsbeitrages bedingt, die restlichen 13 Franken lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres erklären. Für 2014 muss keine Kostensteigerung abgedeckt werden, die Reserven der Krankenkassen übersteigen die gesetzliche Höhe um zirka das Doppelte. Sie sind von 2012 auf 2013 wohl wegen der bekannten Kostenverlagerung ins Jahr 2013 auf 53,8 Mio. Franken angestiegen und dementsprechend im Jahr 2013 auf 44,9 Mio. Franken abgebaut worden. Im gleichen Zeitraum sind die Rückstellungen der OKP von 42,6 Mio. Franken auf 48 Mio. Franken gestiegen, sodass die Rücklagen der OKP insgesamt in diesem Zeitraum nur um 3,6 % abgebaut wurden. Unklar ist, ob die Prämien für 2015 bereits den prognostizierten Kostenanstieg von 4,3 % für das Jahr 2015 beinhalten. Wenn ja, müsste nicht, wie in der Pressemitteilung der Regierung ausgeführt wurde, «ein Teil des Finanzierungsbedarfes durch Reserveabbau ausgeglichen» werden, da der Versicherte mit den 13 Franken, die nicht zur Deckung des gekürzten Staatsbeitrages benötigt werden, diese Kosten bereits übernimmt. Sollte hingegen diese prognostizierte Kostensteigerung doch durch Reserveabbau finanziert werden, was aufgrund der Reservesituation möglich wäre, müsste der Versicherte um diese 13 Franken entlastet werden.
Aufgrund der zahlreichen Anfragen gerade auch zur Art der Festsetzung der Krankenkassenprämien hat die Liechtensteiner Patientenorganisation die Regierung gebeten, ihr die Kriterien und den Mechanismus zur Festsetzung der Prämien darzustellen, da diese Informationen der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.

Liechtensteiner Patienten- organisation LIPO

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