Leserbrief

Ein Akt der Machtausübung

Edith Rederer,an der Halde 3, Triesen | 12. März 2015

Urteil des Landgerichts

In meinem Leserbrief (10. März), «Beschämende Nachsicht für schwere Tierquälerei» schrieb ich unzutreffenderweise, dass der Landwirt beim Gericht auf Schadenersatz klagte und nicht wegen Tierquälerei. Damit entstand der falsche Eindruck, als sei es dem Landwirt in erster Linie darum gegangen, aus dem traurigen Vorfall einen finanziellen Vorteil zu ziehen. Richtig ist, dass der Landwirt selbst das Gerichtsverfahren wegen Tierquälerei auslöste, indem er eine entsprechende Meldung beim Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen machte, worauf dieses von Amtes wegen Anzeige bei Gericht wegen Tierquälerei erstattete. Die Forderung des Landwirtes wegen Transportkosten (ihm entstand grosser Aufwand, da er die lahmen Tiere über längere Zeit auf die Weide fahren musste) war ein Nebenaspekt im Rahmen der Gerichtsverhandlung, er wurde diesbezüglich vom Gericht auf ein Zivilverfahren verwiesen.

Georg Kieber,
Binzastrasse 6, Mauren

«Wo der Zaun niedrig ist, da steigt jedermann drüber.» Anders lassen sich die Bagatellstrafen nicht erklären.
Für die geschundenen Tiere war der Zaun wohl zu hoch, sie konnten nicht entkommen. Gewalt gegen Tiere ist ein Akt der Machtausübung, Leid wird einem unterlegenen Opfer zugefügt. Wer ist wohl das nächste Opfer?

Edith Rederer,
an der Halde 3, Triesen

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