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Leserbrief

«Muss ich vehement widersprechen (sic)»

Thomas Lageder, Landtags- abgeordneter der Freien Liste | 12. März 2015

Uni Liechtenstein

Sind sich die Politiker, allen voran unsere Bildungsministerin, eigentlich bewusst, welche Konsequenzen und Tragweite leichtfertige Aussagen über einen eventuellen Verlust des Uni-Status zur Folge für uns Studierende haben? Wir brauchen Vertrauen in eine stabile und nachhaltige Bildungspolitik für die Uni wie auch für den Bildungsstandort Liechtenstein. Qualität sollte nicht unter Quantität gestellt werden.


Norman Quaderer, In der Fina 18, Schaan; Lorenz Oberdorfer,

Hildenweg 3, Rankweil; Louis Beck,
Fürst-Johannes-Strasse 56, Schaan;
Mathias Schöfer, Riedstrasse 19, Nüziders; Martin Gutsche, Marge- ritenweg 11, Dornbirn; Stefan Quaderer, in der Fina 18, Schaan;
Jérôme Krähenbühl, Hagenbuch- strasse 3, St. Gallen; Markus Peter,
Zwanzigerstrasse 24, Lindau;
Maximilian Kindle, Landstrasse 251, Triesen; Patrick Wildhaber, Neudorfstrasse 2, Flums; Stefanie Geiger,
Marschelserstrasse 11, Feldkirch;
Nicolas Antes, Mönchswaldstrasse 10, Frastanz; Florian Schaller,
Schiefssstätte 16, Feldkirch;
Heini Seger, Schwanenstrasse 10, St. Gallen; Stefan Kong, Dietlikonerstrasse 21, Bassersdorf; Raphael Rohrer, St. Wolfgangstrasse 22, Triesen; Denis Maravic, Fürst-Franz-Josef-Strasse 17, Vaduz; Ali Bayrak,
Egelseestrasse 19, Feldkirch; Henrik Idema, Fürst-Franz-Josef-Strasse 17, Vaduz; Nico Bundi, Ratitsch, Cazis.

Stellungnahme zum «FBP aktuell»-Beitrag von Thomas Banzer vom 7. März: Es ist wert, über die Ereignisse bezüglich Universität Liechtenstein wieder zu sprechen, da gebe ich dem FBP-Parteisekretär Thomas Banzer recht. Denn dem Landtag wurden stark abweichende Zahlen in Bezug auf die Anzahl der Studierenden an der Universität geliefert. Die Regierung weist jede Verantwortung für diese Unterschiede von sich und versucht, die Schuld gänzlich an die Zuständigen der Universität abzuschieben. Jedoch war es die Regierung, die über die Leistungsvereinbarung mit der Universität festlegte, wie die Studierendenzahl ab dem 1. Januar 2014 neu zu erfassen sei. Es wurde neu der 15. November als Stichtag festgelegt. Da verwundert es wenig, dass bei neuen Vorgaben neue Zahlen resultieren. Wenn nun die Regierung plötzlich zum Schluss kommt, dass zum einen die Universität nach Uni-Definition andere Zahlen geliefert hat und diese mit der neuen Definition nicht deckungsgleich sind und die Verantwortung dafür bei der Universität sucht, dann ist das billig, aber nicht recht. Wenn die Regierung sich auf den Standpunkt stellt, dass sie bezüglich Informationen in Berichten und Anträgen an den Landtag keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben übernehmen könne, dann verwundert das. Wenn die Regierung dann behauptet, dass es nicht möglich sei, zumindest die wesentlichen Zahlen auf Plausibilität und Richtigkeit zu prüfen, respektive eine Formel vorzugeben, nach denen diese erhoben werden sollen, dann stimmt das nachdenklich. Wenn die Regierung als Aufsichts- und Kontrollorgan über die Universität und letztlich eindeutig verantwortliche Instanz ihre Pflichten nicht wahrnimmt und dies dann noch als Führungsstärke darzustellen versucht, dann erstaunt das.

Achtung Sarkasmus: Selbstverständlich ist nicht der Kapitän für ein Schiff verantwortlich, wenn es untergeht. Es liegt in der Natur der Sache, dass es einfacher ist, den ersten Offizier in die Pflicht zu nehmen, obwohl er nach den Anweisungen des Befehlshabers gehandelt hat. Die Lusitania, Britannic und Titanic sind alle untergegangen! Kann man von Führungskompetenz sprechen, wenn in einer späten Rettungsübung der Kapitän sich auf Kosten der Passagiere des Schiffes in Sicherheit bringt? Und wenn auf allen diesen drei Schiffen derselbe Kapitän am Werk gewesen wäre, ist es dann vermessen, einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen herzustellen und an der Führungskompetenz des Kapitäns zu zweifeln?
Auch in Zukunft werde ich bei Versäumnissen wieder die einfache Frage stellen: Frau Regierungsrätin, haben Sie Fehler gemacht? Ob die Frage dann beantwortet werden wird, bleibt offen. Keine Antwort ist jedenfalls auch eine Antwort.

Thomas Lageder, Landtags- abgeordneter der Freien Liste

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