Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Kühlmittel-Leck

Othmar Züger,Aeulegraben 32, Triesen | 6. März 2015

Umweltschutz

Diese Woche ist in einem liechtensteinischen Industriebetrieb aufgrund eines Lecks in einer Kühlmaschine stark riechendes Ammoniak ausgetreten. Da dies im Innern eines Gebäudes geschah, musste dieses von der Werksfeuerwehr für einige Zeit evakuiert werden. Das Ereignis löste offenbar ein Grossaufgebot an Feuerwehr, Landespolizei, Umweltamt und der Presse aus. In dem ganzseitigen Schwerpunktbericht in den Zeitungen war tags darauf zu lesen, dass 10 Liter Ammoniak ausgetreten seien. Diesen habe man mit Wassernebel gebunden und anschliessend das Wasser nach Lagebeurteilung und Messungen durch das Amt für Umwelt in die Abwasserleitung führen können. Selbstverständlich muss bei solchen Vorfällen jegliches Gefährdungspotenzial für Personen vermieden werden, was die Werkfeuerwehr auch richtigerweise tat. Beim restlichen Aufhebens zu dem Vorfall muss man sich allerdings schon fragen, ob da die Relationen nicht etwas ausgeufert sind.
In jedem Fass Landwirtschaft-Gülle sind 50-100 Liter Ammoniak drin, also 5-10 Mal mehr, wie bei diesem Leck ausgetreten sind. Normale Gülle enthält rund 1 bis 2 Prozent Ammoniak, was bei einem 5-Kubikmeter-Fass diese rund 50-100 Liter ausmacht. Es ist zu hoffen, dass wie seit Generationen in diesem Land auch in Zukunft die Landwirte ihre Gülle ohne vorherige Amtsbewilligung und ohne Messungen und Analysen durch Experten aus dem Umweltamt ausbringen dürfen.

Othmar Züger,
Aeulegraben 32, Triesen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung