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Leserbrief

Personal- entwicklungen

Volker Frommelt, | 2. März 2015

Gemeindepolitik

Gemeinden haben bis über 100 Angestellte wie die Gemeinde Vaduz – ein mittleres Unternehmen. Wie sieht da die Personalführung und -entwicklung aus? Meiner Meinung nach tragen die Gemeinden diesen Umständen viel zu wenig Rechnung. Wie steht es mit der Unzufriedenheit bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Die Bedürfnisse des Personals gehen für mich leider zu sehr vergessen. Die Angestellten werden als reine Lohnempfänger angesehen.
Die Personalkosten am Beispiel der Gemeinde Vaduz machten im Jahr 2013 bei 107 Angestellten rund 9,5 Mio. Franken aus, bei einem laufenden Aufwand von ca. 29,5 Mio Franken. Das ist ein Drittel des Gesamtaufwandes! Nicht zu vergessen die gesellschaftliche Pflicht, sozial und wirtschaftlich benachteiligter Arbeitnehmer, die in der Privatwirtschaft wenig bis gar keine Möglichkeiten mehr finden, eine Chance zu bieten. Zu den gesetzlichen Pflichten gehört darüber hinaus auch die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers für seine Angestellten. Wie sieht es damit aus? Entsprechend wichtig ist ein zeitgemässes Personalmanagement.
Das rechnet sich langfristig durchaus auch für den Arbeitgeber, also die Gemeinden: Demotivierte Mitarbeiter, die sich mit ihrer Tätigkeit und ihrem Arbeitgeber nicht mehr identifizieren, die schlimmstenfalls innerlich gekündigt haben, können einen Betrieb massivst belasten. Motivierte Mitarbeiter hingegen sind leistungsbereiter und -fähiger. Sie haben weniger krankheitsbedingte Ausfälle. Sie beeinflussen – ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt – sowohl ihr berufliches als auch ihr gesellschaftliches Umfeld mit positiver Stimmung. Diese Faktoren sind unbezahlbar und tragen auch zum positiven Image eines öffentlichen Betriebes bei. Letztendlich profitieren alle Beteiligten von einer modernen, ganzheitlichen Personalführung. Meiner Meinung nach wird dem in Gemeinden zu wenig Rechnung getragen. Das müssen wir ändern.

Volker Frommelt,

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