Leserbrief

Antwort auf Eva Riegers Leserbrief vom 28. Februar

Mathias Ospelt, Mareestrasse 10, VaduzSekretär PEN Club Liechtenstein | 2. März 2015

Islam-Debatte

Eva Riegers Unterstellungen in ihrem Leserbrief vom 28. Februar können so nicht stehen gelassen werden:
1. Manfred Schlapps Buch «Islam heisst nicht Salam» hat keinen «Skandal im Fernsehen» ausgelöst. Sollte damit die Sendung «Schawinski» (SRF) vom 15. Dezember 2014 gemeint sein, so sei an dieser Stelle aus dem Schlussbericht des SRG-Ombudsmannes zitiert: «Die Grossmehrheit der Reklamation richtet sich gegen Roger Schawinski. Insgesamt 148 Beanstandungen (circa 90 Prozent) kritisieren die Art und Weise, wie der Talk-Master seinen Gast behandelt hat. Die Vorwürfe sind happig: seine Gesprächsführung sei mangelhaft, provozierend, unhöflich, arrogant und respektlos. Er habe seinem Gast (Andreas Thiel) ständig das Wort abgeschnitten und wiederholt beleidigt. Als besonders gravierend sei der Rassismus-Vorwurf auf- grund eines falschen Zitats zu werten.»
2. Den schon mehrmals im Vaduzer Schlösslekeller aufgetretenen und u. a. mit dem Salzburger Stier sowie mit dem Deutschen Kabarettpreis ausgezeichneten Satiriker Andreas Thiel als «Rechtsextremen» zu bezeichnen, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.
3. Dass es im Alten Testament nur so an Gewaltzitaten wimmelt, ist eine Tatsache, die mit Manfred Schlapps Buch nichts zu tun hat. Die Bibel interessiert in diesem Zusammenhang nicht. Abgesehen davon ist es heutzutage sowohl Christen als auch Andersgläubigen möglich, ohne Furcht einzelne Bibelstellen öffentlich und frei zu interpretieren.
4. Was «fundamentalistische Christen und das rechtsnationale Spektrum» mit Manfred Schlapps Buch anfangen, kann dem Autor nicht angekreidet werden. Die Weltliteratur wäre um etliche Werke ärmer, würden sich Autoren und Autorinnen darum kümmern, wie und von wem ihr Schaffen vereinnahmt wird.
5. Zitate aus dem «Spiegel» anzuführen, macht Eindruck. Allerdings sollte auch angeführt werden, von wem das Zitat stammt und in welchem Zusammenhang es geäussert wurde. Zudem: Was in dem «Spiegel»-Zitat erwähnt wird, wird ohnehin in Manfred Schlapps Buch abgehandelt. Wer es gelesen hat, weiss das.
6. Eva Rieger fragt, warum es keinen öffentlichen Zuspruch zu ihrer Kritik gibt. Vielleicht, weil die Absicht ihrer Kritik zu durchschaubar ist? Eva Rieger wurde vor fünf Jahren aus dem PEN Club Liechtenstein ausgeschlossen. Aufgrund ihrer vereinsschädigenden Betätigung erfolgte der Ausschluss einstimmig. Dies mag eine Erklärung sein für ihren Eifer, dem heutigen PEN-Ehrenpräsidenten Manfred Schlapp permanent an den Karren zu fahren.

Mathias Ospelt,
Mareestrasse 10, Vaduz
Sekretär PEN Club Liechtenstein

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