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Leserbrief

Medikamente bis zum Umfallen

Agnes Dentsch,Poliweg 12, Ruggell | 12. Februar 2015

Gesundheitswesen

Die Patienten wurden zur Ware. Sie werden von einem Arzt zum anderen überwiesen. Einige Ärzte kassieren Geld für eine Überweisung an Kollegen (siehe Artikel: http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/mit-diesen-unethischen-methoden-verkaufen-aerzte-ihre-patienten-128799652).
Je nach Fachgebiet verschreibt ein Arzt ein oder mehrere Medikamente (hat ja gelernt) und legt den Patienten ans Herz: «... das müssen Sie nehmen, sonst könnten Sie sterben.» (eine versteckte und strafbare Drohung). Bei wiederholten Ärztebesuchen können es 12 bis 15 verschiedene Medikamente sein, die Sie dann schlucken müssen. Eines Tages muss der Patient wegen akutem Nierenversagen, oder Herzinfarkt, oder Atemnot ins Spital eingeliefert werden. Fazit: Viele Medikamente schaden mehr, als sie nützen.
Unter dem Titel: «Die Pharmaindustrie ist schlimmer als die Mafia» erschien am 5. Februar 2015 ein Artikel in der «Süddeutschen Zeitung». Zu lesen unter: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/kritik-an-arzneimittelherstellern-die-pharmaindustrie-ist-schlimmer-als-die-mafia-1.2267631.
Zum Glück haben wir auch Ärzte, die bereit sind, mit den Patienten zu reden und zu erklären, welches Medikament wirklich nötig ist und welches weggelassen werden kann. Gemäss WHO (Weltgesundheitsorganisation) gilt die Einnahme von mehr als fünf Medikamenten (mit fünf verschiedenen Inhaltsstoffen) als Medikamentenmissbrauch.
Haben Sie gewusst, dass die Apotheken Ihre Medikamente auf Wirkung und Nebenwirkung und Wechselwirkung überprüfen können? Die Kosten werden zweimal jährlich von den Krankenkassen übernommen. Kann ich nur wärmstens empfehlen.
Es ist an der Zeit, dass die Versicherten und Prämienzahler aktiv werden. Es fehlt an Zusammenarbeit zwischen den Ärzten, es fehlt an für Laien lesbaren Rechnungen und Befunden, es fehlt an Aufklärung. Hier gilt: Stellen Sie Ihrem Arzt so lange Fragen, bis Sie verstanden habe, worum es geht.

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

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