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Leserbrief

Best Case oder Worst Case – Haben wir auch den Mut?

Alexandra Marion Schädler,Gewerbeweg 3, Vaduz | 11. Februar 2015

Vaduzer Zentrumsprojekt

In Printmedien der FBP wird zum Projekt «Gnuag Platz för alli» folgendes zitiert: Die Zentrumsentwicklung von Vaduz – einerseits die Umgebung des Rathauses und andererseits die Marktplatzumgebung – ist u. a. ein zentrales Anliegen des Gemeinderats, des Vereins Standortmarketing und der FBP-Fraktion. Es gilt nun, die Einwohnerinnen und Einwohner von den vielen Vorzügen des Projekts «Gnuag Platz för alli» zu überzeugen (s. FBP-Vaduzmagazin 8. Ausgabe/2014). Wie aus dem «Volksblatt» vom 9. Februar 2015 weiter entnommen werden kann, sei das Projekt ein wohldurchdachtes Belebungsprojekt für das Zentrum der Residenz. Es sei durchdiskutiert, modifiziert mit Ideen angereichert, gecheckt und gegengecheckt sogar die Finanzierung könne ganz locker und quasi im Rückgriff auf ein «wohlgefülltes gemeindeeigenes» Sparbuch im Alleingang und ohne Fremdkredite gestemmt werden. In Zukunft sollen also auch die Gäste von auswärts vermehrt in unseren Hauptort kommen und ihre Franken künftig öfter in Vaduz liegenlassen, weil es sich nun rentiert und Spass macht, nach Vaduz zu kommen und im Städtle zu flanieren. Bei so vielen positiven Aspekten müsste ich jetzt als Einwohner von Vaduz grossen Beifall klatschen und glücklich sein. Leider bin ich ein nach Sicherheit strebender Mensch und so stellt sich mir nun die berechtigte Frage nach den Risiken dieses finanziellen Grossprojektes. Wird dieses Projekt tatsächlich die erwünschte Belebung bringen? Wie sieht genau diese Anreicherung von Ideen zur Wiederbelebung im Detail aus? Stellten die Verantwortlichen die Chancen und Risiken sowie die Ansatzpunkte für die regionale Entwicklung einander gegenüber? Wurde berücksichtigt, dass unser Kaufverhalten sich stark verändert hat, denn mit neuen Kommunikationstechnologien verändern sich Wertschöpfungsketten sowie Konsum- und Einkaufsgewohnheiten. Wurde berücksichtigt, dass insbesondere bei ausländischen Gästen die wachsende Nachfrage nach landschafts- und naturorientiertem Tourismus in Zukunft gefragt sein wird? Wie sieht es mit einem wohlgefüllten gemeindeeigenen Sparbuch aus, wenn die gewünschten Einnahmen nicht eintreffen und die laufenden Kosten bestehen bleiben bzw. durch die nachfolgenden Projekte (Marktplatz inkl. Busterminal) sogar steigen? Wird dann neben dem Verkehrsaufkommen auch der Gemeindesteuersatz erhöht? All diese Fragen werden mir auf der Homepage vaduzmitvielfalt.li leider nicht beantwortet.

Alexandra Marion Schädler,
Gewerbeweg 3, Vaduz

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