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Leserbrief

Liechtenstein an der Grünen Woche in Berlin (Nachlese)

Jack Quaderer,Feldkircherstrasse 33, Schaan | 10. Februar 2015

Liechtensteiner Käse

Unsere zukunftorientierte liechtensteinische Landwirtschaft stehe an der Grünen Woche in Berlin im Mittelpunkt, so konnte man es in den hiesigen Zeitungen lesen, als die zuständige Ministerin Marlies Amann-Marxer zur Eröffnung nach Berlin reiste. Die Produkte des Milchhofs, speziell der Liechtensteiner Käse und das Bier des Liechtensteiner Brauhauses, wurden zur Degustation angeboten.
Der Auftritt an der grössten Verbraucherschau für landwirtschaftliche Produkte wurde in Zusammenarbeit des Landwirtschaftsministeriums, der VBO (Vereinigung Bäuerlichen Organisationen), der liechtensteinischen Botschaft Berlin und des Liechtenstein Marketings organisiert und im Auftrag der Fürstlichen Regierung durchgeführt.
Es wurden über 60 000 Käsewürfel von den Besuchern am Stand verköstigt, als auch am Brauhaus-Bier genippt. Interessant wäre nun zu wissen, was der Auftritt in Berlin gekostet hat? Wir wissen, dass die Olma in St. Gallen eine Million verschlingen wird.
Doch noch eine andere Frage beschäftigt mich, wer produziert den sogenannten «Liechtensteiner Käse»? Beim Milchhof ist dies nicht möglich, da momentan gerade die neue Käserei gebaut wird. In dieser soll in zwei Jahren die deutsche Gourmet-Klientel mit Käse, im Hochpreissegment angesetzt, versorgt werden. In Berlin will man Liechtensteiner Käse beliebt machen, obwohl man täglich lesen kann, mit welchen Problemen der Schweizer Käse, der längst in den Markt eingeführt ist, zu kämpfen hat. Bleibt nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen des Milchhofs nicht auf ihrem Käse sitzenbleiben.

Jack Quaderer,
Feldkircherstrasse 33, Schaan

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