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Leserbrief

Erst der Profit, dann die Gesundheit?

Kurt Gstöhl,Festspielstrasse 22, Eschen | 7. Februar 2015

Mobilfunk

Wie ist es zu erklären, das über gepulste, hochfrequente elektromagnetische Wellen und deren möglichen gesundheitlichen Auswirkungen so gut wie nichts in unseren Medien zu lesen oder zu hören ist. Als wenn das alles gar nicht existieren würde. Gott sei Dank gibt es da wenigstens den Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk (kurz: VGM), der ab und zu aufklärende Arbeit leistet (www.telefonie.li). Dabei sind wir 24 Stunden einer allgegenwärtigen Strahlenpracht ausgeliefert. Ob wir wollen, oder nicht. Auch in unseren eigenen vier Wänden setzen wir uns, meistens durch Unwissenheit selbst gemacht, einer permanenten Dauerbestrahlung durch WLAN, DECT-Telefone und dergleichen aus. Das könnte jeder Einzelne mit einfachen Massnahmen ändern. Das schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG), das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sowie diverse Ärztekammern und Gesundheitsorganisationen empfehlen vorsorglich, solche Geräte bei Nichtgebrauch auszuschalten, vor allem nachts. Auch die Regierung des Fürstentums Liechtenstein empfiehlt in der Broschüre «Elektrosmog im Alltag» die AAA-Regel (Ausstecken, Ausschalten, Abstand halten) Es wäre also durchaus angebracht, das Vorsorgeprinzip im Sinne der Betrachtungen von Dr. med. Bernhard Aufdereggen anzuwenden. (Siehe «Mobilfunk in Liechtenstein», 6. Dezember 2004): «Das Vorsorgeprinzip ist anzuwenden, wenn wissenschaftliche Beweise ungenügend, nicht schlüssig oder unsicher sind und gemäss einer vorläufigen wissenschaftlichen Risikobewertung begründeter Anlass zur Besorgnis besteht.»
In diesem Sinne wären Empfehlungen seitens der zuständigen Ämter und der Ärztekammer für einen vorsorglichen Umgang und Einsatz solcher Geräte durchaus wünschenswert.

Kurt Gstöhl,
Festspielstrasse 22, Eschen

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