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Leserbrief

Bergbahnen Malbun, Hotelbau Jufa

Engelbert Schurte, Sägastrasse 27, Triesen | 4. Februar 2015

Sparmassnahmen

Wie mir bekannt ist, bauen die Bergbahnen Malbun AG (Auftraggeber) ein Hotel für circa elf Millionen Franken. Bei dem Bau sind Land und Gemeinden sowie Private als Aktionäre beteiligt. Der Auftrag für das Jufa Hotel, Malbun, wurde für circa zehn Millionen Franken an eine Firma in Glattbrugg (Schweiz) vergeben.
Die Industrie- und Gewerbebetriebe sind gezwungen, immer mehr einzusparen, die Situation und die Auftragslage wird ständig schwieriger. Es ist den Betrieben jedoch nur bedingt möglich, ihre Einnahmen zu erhöhen. Dafür muss nach Möglichkeit beim Einkauf und dem Personal eingespart werden.
Können wir uns das leisten, dass die Bergbahnen Malbun eine Million Franken Verlust machen und gleichzeitig Geld in vollen Zügen ausgeben?
Können wir auf Mehrwertsteuer-Einnahmen von circa 800 000 Franken verzichten? Nicht nur diese Einnahmen, auch die Steuern von Arbeitgeber und Arbeiternehmer werden nicht in Liechtenstein bezahlt, da der Grossauftrag für Jufa in die Schweiz vergeben wurde! Auf dem Buckel der Bevölkerung wird überall, wo es irgendwie möglich ist, gespart. Es wird zum Beispiel die 13. AHV-Rente abgeschafft, die Krankenkassenprämien werden ständig erhöht. Auch die Staatseinnahmen werden auf das Volk übertragen. Dies geschieht durch das Erhöhen von Gebühren und Steuern.
Bei der öffentlichen Hand wird in vollen Zügen ausgegeben, zum Beispiel ist eine S-Bahn nach nirgendwo in Planung (Leserbrief vom 23. Januar 2015), gleichzeitig wird das Volk immer wieder zur Kasse gebeten um die fehlenden Löcher zu stopfen.
Macht das Sinn, auf der einen Seite den Staats-Gürtel enger zu schnallen, auf der anderen Seite jedoch Millionen auszugeben, und das Geld nicht mal im eigenen Land in Umlauf zu bringen?

Engelbert Schurte, Sägastrasse 27, Triesen

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