Leserbrief

KVG-Revision: Dem Chef mehr Kompetenzen!

Sigi Scherrer,Landstrasse 79, Vaduz | 27. Januar 2015

Gesundheitskosten

In den nächsten Landtagssitzungen soll die KVG-Revision erneut thematisiert werden, eine Revision dann, welche die Gesundheitskosten zulasten der Prämienzahler fröhlich weiter steigen lässt. Mittels der angedachten Splittung in eine Hochkosten- und Grundkostenversicherung wird kein müder Rappen eingespart und noch weniger dem Unsinn Einhalt geboten, der unter dem Label «Gesundheit» von Leistungserbringern und -bezügern getrieben wird. Doch genau an diesem Unsinn kranken Gesellschaft und mit ihr deren Gesundheitswesen. Nun, wenn uns der Staat schon verpflichtet, eine obligatorische Krankenversicherung abzuschliessen, dann ist der Staat seinerseits verpflichtet, uns vor Missbräuchen jedweder Art und von jedweder Seite zu schützen. Dies glückt aber nur, wenn die Regierung sich die Freiheit und Kompetenz über alle Lobbyistenköpfe hinweg nimmt, den Leistungskatalog der Krankenversicherer einzuschränken. Triefende Näschen oder 100 000-Franken-Operationen an Todkranken und dergleicher Nonsens gehören raus aus dem Leistungsspektrum. Denn ob das triefende Näschen via Grundkostenversicherung oder die teure Operation am Sterbenden via Hochkostenversicherung berappt wird, die abstrusen Gesundheitskosten beeinflusst das wenig – und wenn, dann eh nur nach oben.

Sigi Scherrer,
Landstrasse 79, Vaduz

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