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Leserbrief

Sind alle Regierungskritiker rechtsextrem?

Urs Kindle,Binzastrasse 51, Mauren | 22. Januar 2015

Zu «Pegida»

Der Berliner «Tagesspiegel» wies darauf hin, dass, Zitat, «die Pegida-Bewegung von Rechtsextremen unterwandert» sei (P. Guyton, tagesspiegel.de, 15. Januar 2015). Gut möglich. Aber: Taten jene Rechtsextremen dies von sich aus, oder aber wurden sie dazu angestachelt, um dem Ruf der Pegida-Demos zu schaden? Fakt ist, dass sich der allergrösste Teil der «Pegida»-Demonstranten löblicherweise ganz klar vom Rechtsextremismus und Hass gegenüber Andersgläubigen distanziert. Tatsache ist auch, dass die Grossmedien die «Pegida»-Demonstrationen mehrheitlich komplett verdreht darstellen, indem sie alle Pegida-Demonstranten manipulativ in die rechtsrextreme Ecke schieben.
«Pegida» veröffentlichte ein sogenanntes Positionspapier mit 19 Grundsätzen. Wer von all jenen, welche «Pegida» undifferenziert durch den Schmutz zogen, hat dieses gelesen? Wohl nicht sehr viele. Wer weiss, dass es «Pegida» um ganz unterschiedliche Punkte geht? Und wer hat sich Interviews mit verschiedenen «Pegida»-Demonstranten angehört (etwa auf Youtube.com)? Dass «Pegida» nichts mit Rechtsextremismus zu tun haben will, sagt etwa ihr Grundsatz: «Pegida ist für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten. Das ist Menschenpflicht.» «Pegida» stellt im Papier auch klar, sie seien, Zitat, «nicht gegen hier (Deutschland) lebende, sich integrierende Muslime!»
Im «Pegida»-Positionspapier heisst es: «Pegida ist gegen das Zulassen von Parallelgesellschaften und Parallelgerichte in unserer Mitte, wie Sharia-Gerichte, Sharia-Polizei, Friedensrichter und so weiter.» Ist eine solche Pegida-Position etwa nicht gerechtfertigt? Hierzu ein Zeitungszitat, welches uns zeigt, dass man die Augen nicht verschliessen soll vor der Gefahr des radikalen Islamismus: «Eine Gruppe Salafisten patrouilliert als selbst ernannte Scharia-Polizei durch Wuppertal und wirbt für ihre Ideologie.» (Naemi Goldapp, welt.de, 5. September 2014) Das heisst nicht, dass man deshalb aus Liechtenstein einen Polizeistaat machen soll.
Weiterer «Pegida»-Grundsatz: «Pegida ist für die Erhaltung und den Schutz unserer christlich-jüdisch geprägten Abendlandkultur.» Darf man dies Pegida übelnehmen? Nein, mit Gewissheit nicht. Wenn sich jemand für den Schutz der christlichen Werte und Traditionen einsetzt, so bedeutet dies in keiner Weise, dass man dadurch Andersgläubige hasst beziehungsweise nicht als Freunde schätzen kann.
Sehenswert: Kostenloses Video auf Youtube.com namens «Pegida – Stress ohne Grund?»

Urs Kindle,
Binzastrasse 51, Mauren

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