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Leserbrief

Ist CO2 wirklich der Übeltäter Nummer eins?

Peter Wollwage,auf Berg 13, Mauren | 22. Januar 2015

Umweltschutz?

Die Klimaerwärmung hat in den vergangenen 100 Jahren um gut 1 Grad Celsius zugenommen und steigt weiter! Ob da die Reduktion von CO2 helfen kann? Die wirklichen Gefahren, die auf uns zukommen sind oft diejenigen, die man gar nicht erwartet, oder deren Ursachen wir nicht rechtzeitig erkannt haben. Daher ist es wichtig, vermutete Ursachen, immer wieder zu hinterfragen. Weniger Öl, Gas oder Kohle verbrennen und damit weniger CO2 produzieren, bedeutet letztlich sparen und das kann für unsere Gesellschaft wohl kaum schädlich sein. Aber wer von den über 11 000 Teilnehmern der Klimakonferenz, denkt schon darüber nach wie viel CO2 allein für die Reisen nach Lima produziert wurde?

Die Sonne schickt dauernd eine Leistung von etwa 7.10^14 Kilowatt auf die Erde. Das ist etwa 10 000 Mal mehr als der gesamte weltweite Energieverbrauch der Menschheit. Sie wird zum Teil an Wolken und der Erdoberfläche (die zu 71 Prozent aus Wasser besteht) wieder reflektiert, zum Teil aber, wie Herr Schöck schreibt, absorbiert und das nicht nur vom CO2, auch von anderen Gasen in der Atmosphäre und an der Erdoberfläche. Welche Stoffe die Sonnenenergie absorbieren ist letztlich gleichgültig, denn am Schluss wird daraus Wärme.
Wie könnte das vermieden werden?

Wir können die Sonnenenergie nicht reduzieren, aber vielleicht längere Zeit speichern. Die Energie welche über verdampftes Wasser- Wolken-Regen-Wasserkraftwerk in elektrische Energie verwandelt wird, wird eine begrenzte Zeit gespeichert, aber letztlich auch wieder zu Wärme. Anders die Assimilation, also ein biologischer Vorgang, der aus Sonnenenergie Pflanzenwachstum ermöglicht. Wald spendet Schatten und absorbiert einen Teil der einfallenden Sonnenstrahlung um daraus Holz (nicht Wärme) zu produzieren.
Für die Fotosynthese einer Tonne Glucose (eine chemische Grundeinheit des Holzes) werden 4400 Kilowattstunden Sonnenenergie benötigt. Das ist nur ein sehr kleiner Teil von dem, was die Sonne an Energie liefert. Ausserdem wächst Wald nur auf einem kleinen Teil der 29 Prozent Erdoberfläche, die nicht aus Wasser besteht. Wenn wir jedoch mit allen Pflanzen so umgehen wie mit dem Wald, der weltweit seit 1990 bis heute um 290 Millionen Hektar abgenommen hat, ist da die Klimaerwärmung nicht vorprogrammiert?
Quellen: http://www.sdw.de/ bedrohter-wald/wald-weltweit/ und «Handbook of Chemistry and Physics» (CRC Press); «Volksblatt» vom 15. Januar, Seite 8.

Peter Wollwage,
auf Berg 13, Mauren

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