Leserbrief

«FL-A-CH» passt ins langfristige Bahn-Konzept

Vorstand des Verkehrs-Club Liechtenstein (kurz: VCL) | 20. Januar 2015


Debatte geht weiter

Der Verkehrsplaner Paul Stopper hat in den Zeitungen dargelegt, dass der Ausbau der ÖBB-Strecke zur S-Bahn «FL-A-CH» kompatibel ist mit einem langfristigen Bahn-Konzept von Graubünden. Dass dieser Ausbau also gut zu einer zukünftigen schnelleren Verbindung Chur–Bregenz passt, ja sogar die Voraussetzung ist. Hans Frommelt bestreitet dies. Den Disput kommentiert der VCL wie folgt:
Auf Seite 29 des von beiden Kontrahenten zitierten Berichts ist zu lesen: «In Bezug auf die Fahrwegkapazität wird davon ausgegangen, dass auf dem derzeit eingleisigen Streckenabschnitt Buchs–Feldkirch aufgrund der vorgesehenen Ausbauten im Rahmen der S-Bahn FL-A-CH ausreichend freie Trassen für die Führung der zusätzlichen Züge vorhanden sind.» Die Studie setzt also den Doppelspurausbau Tisis–Nendeln voraus! Zwar ist dies im Bericht nicht wörtlich als Voraussetzung genannt. Doch er ist eine Voraussetzung, da ohne Doppelspur die benötigten Fahrbahn-Kapazitäten nicht ausreichend sein werden.
Eine zukünftige Südeinfahrt von der neuen Haltestelle Tosters via Haltestelle im Reichenfeld (Erschlies-sung von Altstadt und Schulzentrum) zum Bahnhof Feldkirch macht die Strecke um den Ardetzenberg keinesfalls unnötig. Denn bei zukünftigem 15-Minuten Takt sollen die S-Bahn-Kurse abwechselnd die Kunden entlang der einen und anderen Strecke bedienen. Das ist in der Studie zu einer Null-Plus-Variante statt der Tunnelspinne für Feldkirch Süd nachzulesen.
Bei dem Vorschlag einer direkten Bahn-Verbindung Chur–Bregenz und dem Y-Projekt handelt es sich um den Bahn-Fernverkehr. Die Grundidee für beide Projekte hat Paul Stopper mit seiner Studie «Alpenrhein-Bahn» im Juni 2003 geliefert.

Vorstand des Verkehrs-Club Liechtenstein (kurz: VCL)

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