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Leserbrief

Forderungskata- log des Vereins «Alpenländischer Wollsöckträger»!

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan | 13. Januar 2015

Gleichberechtigung

Inspiriert durch den mutigen Schritt des Vereins «Frauennetz Liechtenstein» haben auch wir, der «Verein Alpenländischer Wollsöckträger», uns in einer am vergangenen Wochenende einberufenen Dringlichkeitssitzung dazu entschlossen, der ständigen Diskriminierung und willkürlichen Benachteiligung unserer zahlreichen Mitglieder durch Politik und Wirtschaft endlich mit unserem ganzen Mut der Verzweiflung entgegenzutreten. Nachstehend der einstimmig verabschiedete Forderungskatalog.
1. Wir fordern die sofortige reguläre Besetzung einer Stabstelle Chancengleichheit für alpenländische Wollsöckträger.
2. Wir fordern, dass unsere Mitglieder für die gleiche Arbeit und bei gleicher Qualifikation den gleichen Lohn wie Mitglieder aller anderen Opfergruppen erhalten.
3. Wir fordern, dass auf Landesebene, auf Gemeindeebene und in Kommissionen unsere Mitglieder angemessen, zum Beispiel zumindest zu 37 Prozent, vertreten sind.
4. Wir fordern, dass unter den Führungskräften in öffentlichen Einrichtungen unsere Mitglieder angemessen, z. B. zumindest zu 37 Prozent, vertreten sind.
5. Wir fordern eine angemessene Vertretung unserer Mitglieder (z. B. zumindest 37 Prozent) in Führungspositionen und Verwaltungsräten von Unternehmen sowie in Stiftungsräten.
6. Wir fordern genügend Kinderbetreuungsplätze für unseren alpenländischen Wollsöckträgernachwuchs. Qualifizierte Teilzeitstellen für Wollsöckträger sowie flexible Arbeitszeitmodelle und einen bezahlten Wollsöckträgernachwuchs-elternurlaub.
7. Wir fordern, dass Wollsöckträger in den Medien im Verhältnis zu anderen Opfergruppen gleichwertig erwähnt und präsentiert werden.
Angesichts der von uns in letzter Zeit mit grosser Sorge beobachteten, zunehmenden Radikalisierung weiter Teile unserer Mitgliederbasis, empfehlen wir unseren Politikern eine möglichst blitzartige Erfüllung unserer Forderungen. Beim Frauennetz entschuldigen wir uns, dass wir etwas in ihrem Forderungskatalog gewildert haben. Es ist einzig dem Zeitdruck geschuldet. Ehrlich! Weitere Opfergruppen werden sich organisieren. Davon ist auszugehen. Den Letzten beissen bekanntlich die Hunde! Und die Alpenländischen Wollsöckträger werden das auf jeden Fall nicht sein, so viel ist sicher. Auch, dass wir unsere Forderungen (rein «quantitativ») etwas massvoller vertreten – nämlich mit 37 anstatt euren 40 Prozent –, möge uns das Frauennetz nachsehen. Konkurrenz belebt das Geschäft! In diesem Sinne: Nichts für ungut!

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan

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