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Leserbrief

Auch der Erbprinz ist für Korrekturen

Pepi Schädler,Grosssteg 105, Triesenberg | 10. Januar 2015

Steuergesetz

«Endlich!» habe mir gedacht, als ich diese Nachricht auf Radio L am 27. Dezember 2014 gehört habe. Im Interview zum Jahreswechsel mit dem «Vaterland» wurde S.D. Erbprinz Alois folgende Frage gestellt: «Wird das geltende Steuergesetz im neuen Jahr noch weitere Teilrevisionen erfahren müssen oder reichen die vorliegenden Bestimmungen aus, um ausreichend Steuereinnahmen auch von Unternehmen zu bekommen, die kaum Gewinne machen?»
Antwort von Erbprinz Alois: «Statt den Eigenkapitalzinsabzug beziehungsweise den Sollertrag der Vermögensteuer, wie ursprünglich vorgeschlagen, an den Zinssatz der zehnjährigen Bundesobligationen zu koppeln, wurde leider ein fixer Zinssatz von vier Prozent im Gesetz verankert. Dieser hätte schon längst nach unten angepasst werden müssen. Dann hätten die Unternehmen mehr Steuern gezahlt und es wären keine Sollerträge auf Vermögen verlangt worden, die in diesem Zins­umfeld ohne hohe Risiken kaum erwirtschaftet werden können. Die Wirtschaft hat sich zwar unlängst unter dem Motto der fehlenden Planungssicherheit gegen eine Senkung des Eigenkapitalzinssatzes sobald nach der Steuerreform ausgesprochen. Wir sollten aber auf den ursprünglichen Vorschlag zurückkommen und den Eigenkapitalzinsabzug an den Zinssatz der zehnjährigen Bundesobligationen koppeln. Damit wäre auch langfristig die beste Planungssicherheit gegeben. Hingegen ist ein Zinssatz, der nicht regelmäs­sig an das tatsächliche Zinsumfeld angepasst wird, langfristig nicht tragbar. Zitat Ende.»
Mein Kommentar dazu: Vorab bedanke ich mich bei S.D. Erbprinz Alois für seine klaren Worte. Schon heute freue mich auf seine Rede anlässlich der Landtagseröffnung in wenigen Wochen. Das Steuergesetz 2010 war schon am Anfang eine Niete. Die Erfinder des Steuergesetzes waren aus meiner Sicht grosse Träumer trotz der grössten Finanzkrise weltweit. Die Hauptverantwortlichen für das Steuergesetz 2010, das heisst die damalige Regierung, der Landtag und andere, wie Lobbyisten, sollten persönlich verantwortlich gemacht werden können (Schadenersatz!).
Weitere Leserbriefe werden folgen zu den Themen Abschaffung Sollertrag, Allgemeine Einkommenssteuer, Besteuerung von Grundeigentum (das älteste politische Problem in Liechtenstein), Auswirkungen des OECD-Informationsaustausches, etc.

Pepi Schädler,
Grosssteg 105, Triesenberg

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