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Leserbrief

2015, das Jahr des (be)Rappen

Udo Meesters,Hofistrasse 42, Triesenberg | 3. Januar 2015

Sparbemühungen

Da freut man sich aufs Neue Jahr, man schnell vergisst, was im alten war. Ach herjeh, was war da noch, war da nicht irgendwo ein finanzielles Loch? Die Regierung wirds schon richten, der kleine Mann wird schon verzichten. Des Pensionskassen Geldes hat man verprasst, kein Schuldiger wurd’ bisher gefasst. Statt Weihnachtsrente gibts Mandarini, dank einem cleveren Gesundheitsmandolini. Hätte ich jedoch meine Familie bestohlen, würde mich gleich sofort die Polizei holen. Jetzt weiss ich, was man als Politiker nützt, man wird automatisch vom Gesetz geschützt. Man gleicht es aus nach dem Giesskannenprinzip, doch wer stiehlt, bleibt trotzdem immer ein Dieb. Und die Moral, ach wie wahr, 2015 wird wieder ein erfolgreiches Jahr. Vergessen hätte ich beinahe – ach, bald legt sich die Regierung selber FL–A–CH. Drum werden weitere Löcher irgendwie zurecht gestrickt, weil man ja immer in die positive Zukunft blickt. Also bleiben wir braven Bürger weiterhin stumm und drehen dafür jeden Rappen mehrmals um. Darum widme ich dem 2015 dieses Gedicht, sonst bin ich nachher noch der Bösewicht.

Udo Meesters,
Hofistrasse 42, Triesenberg

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