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Leserbrief

Zum Beschluss des Gemeindesrates in Triesen

Pio Schurti,Feldstrasse 100, Triesen | 19. Dezember 2014

«Parkanlage Ost»

Der Triesner Gemeinderat hat einen Verpflichtungskredit von 330 000 Franken für eine «Parkanlage Ost» genehmigt. Mit «Parkanlage Ost» wird neuerdings der Bongert östlich der Triesner Gemeindeverwaltung beziehungsweise westlich der Landstrasse zwischen der Musikschule und der alten Post bezeichnet.
Dass die Gemeinde das Areal rund um das Gemeinde(verwaltungs)zentrum gestalten oder verschönern will, ist zu befürworten. Was die Prioritäten betrifft, stellen sich aber doch etliche Fragen. Dort, wo jetzt die «Parkanlage Ost» entsteht, besteht schon ein schöner Bongert mit jungen Obstbäumen. Am Rande gab’s auch schon mal Sitzbänke, die von der Gemeinde abmontiert wurden, weil angeblich die Jugendlichen, die in den unmittelbar daneben befindlichen Jugendtreff kommen, immer wieder eine zu grosse Sauerei hinterlassen hätten. Diesen Aufräumaufwand wollte die Gemeinde nicht mehr treiben. Wie viel mehr Aufwand wird jetzt der Unterhalt einer «Parkanlage» generieren?
Westlich vom Gemeindezentrum befindet sich ein Parkplatz mit einem Biotop als eine Art Pufferzone zwischen dem eigentlichen Parkplatz und dem Zentrumsgebäude. Beim Biotop handelt es sich im Wesentlichen um eine trockene Grube, auch in einem nassen Jahr wie dem heurigen. Auch dieser Platz westlich des Gemeindezentrums soll neu gestaltet werden. Das wäre tatsächlich notwendig – nicht wegen des kuriosen Biotops, sondern eher aus Sicherheitsgründen, beziehungsweise wegen der Treppe, die vom Parkplatz zum Gemeindezentrumseingang führt. Die Treppe entspricht kaum den Normen: Sie ist steil, die Stufen sind schmal. Sie dürfte zum Beispeil für ältere Leute nicht ungefährlich sein.
Eine viel genutzte «Park- oder Naherholungsanlage» befindet sich in Triesen seit je zwischen Kanal und Rhein. Besonders auf den asphaltierten Strässchen am Kanal spazieren gerne ältere Menschen. Stellenweise entstanden durch die Wurzeln der Bäume aber «Buckelpisten». Auf einer an und für sich ebenen Strasse sind solche Buckel vergleichbar mit einer Treppenstufe, die nicht gleich hoch ist wie die andern. Perfekt zum Stolpern. Im Winter sind diese Buckel besonders ausrutschgefährlich.
Es ist unverständlich, warum die Gemeinde bereit ist, 330 000 Franken in eine – hochtrabend so bezeichnete – «Parkanlage Ost» direkt an der lauten Landstrasse und im Schatten von Gemeindeverwaltung und Musikschule zu investieren, die wohl weniger aufwändige Instandhaltung viel genutzter Naherholungswege aber hintanstellt. Es ist zu bezweifeln, dass es für die Parkanlage Ost einen Bedarf gibt. Notwendig ist jedoch, dass die bestehenden Anlagen und Wege in gutem Zustand beziehungsweise benutzerfreundlich und sicher sind.


Pio Schurti,
Feldstrasse 100, Triesen

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