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Leserbrief

Kita-Plätze und Medienförderung –und, und, und!?

Hans Mechnig,Tröxlegass 46, Schaan | 11. Dezember 2014

Staatliche Förderung

Im «Liechtensteiner Vaterland» vom 4. Dezember ist von der Wichtigkeit der Medienförderung durch den Staat die Rede. Das «Volksblatt» vom gleichen Tag berichtet, dass das Frauennetz Liechtenstein genügend Kita-Plätze fordert und deshalb den Abgeordneten der Volkskammer einen Forderungskatalog übergeben hat. In einem fairen, gerechten Staat wären beide Aufwandsposten ersatzlos zu streichen. Und mit ihnen noch viele andere, nebenbei bemerkt. Weder die Medienförderung noch die Bereitstellung von Kita- oder irgendwelchen anderen Plätzen sind Aufgaben des Staates. Sowohl bei der Medienförderung als auch bei der Bereitstellung von Kita-Plätzen geht es schluss­endlich um Umverteilung. Um staatlich erzwungene Umverteilung, leider. Einzelne Mitglieder oder Gruppen der Gesellschaft werden vom Staat auf Kosten der übrigen Mitglieder der Gesellschaft bessergestellt. Es gelten nicht die gleichen Regeln für alle. Wo nicht die gleichen Regeln für alle gelten, herrscht Ungerechtigkeit. Den einen wird unter Androhung von Zwang und Gewalt rechtmässiges Eigentum abgenommen, um es an andere, die eigentlich keinen Anspruch darauf haben, zu verteilen. Da sich der Staat auf dieses Spiel einlässt, bilden sich dauernd neue Gruppen und Parteien, um ihre vermeintlichen Ansprüche und Forderungskataloge gegenüber der Allgemeinheit anzumelden und durchzusetzen. Das Nachsehen haben die, die sich nicht an diesem Spiel beteiligen. Wenn jemand der Ansicht ist, dass die Medien spezieller Förderung bedürfen oder Kita-Plätze benötigt werden, dann soll er seine eigenen Mittel dafür einsetzen und Gleichgesinnte suchen, die ebenfalls dazu bereit sind. Das wäre dann freiwillige Umverteilung und somit eine wunderbare Sache. Einzige Aufgabe des Staates ist der Schutz seiner Bürger. Deren Leib, Leben und Eigentum. Eine solche Ordnung wäre «die einfachste Regierung, die billigste, am wenigsten drückendste, am wenigsten spürbarste, am wenigsten verantwortliche, die gerechteste, und folglich stabilste, die man sich vorstellen kann, was auch immer im Übrigen ihre Staatsform wäre», schrieb der französische Ökonom und Politiker Frédéric Bastiat. Wir marschieren seit geraumer Zeit stramm in die exakte Gegenrichtung. Von Milton Friedmann stammt der Satz «Der fundamentale Trugschluss im Wohlfahrtsstaat, welcher sowohl in die Finanzkrise als auch zum Verlust der Freiheit führt, liegt im Versuch, Gutes auf Kosten ander­er zu tun». Daneben ist insbesondere eine staatliche Medienförderung auch noch aus anderen Gründen ­problematisch und deshalb nicht nur aus rein finanziellen Gründen ­abzulehnen.

Hans Mechnig,
Tröxlegass 46, Schaan

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