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Leserbrief

Advent ist Sehn-Sucht

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 6. Dezember 2014

Glaube

Während der vier Adventswochen erfahren wir aus den liturgischen Lesungen, mit welcher Sehnsucht Israel den Messias erwartete. Sie sehnten sich nach einem mächtigen König, der Israel von der verhassten Herrschaft der Römer befreien würde. Als er kam, erkannten sie ihn nicht. Denn er kam ganz anders – ein hilfloses Kind, geboren im Stall. Weil er ihnen als anspruchsvoller Wanderlehrer unbequem war, verlangten sie seinen Tod.
Die Israeliten warten immer noch auf ihren Messias. Weil Jesus vor seinem Leiden und Sterben versprochen hat, dass er wiederkommt, sind auch wir Christen Wartende. Ist unser Advent heute eine «Sucht, Jesus zu sehen»? Sehnen wir uns wirklich nach seinem Kommen?
Aus dem Evangelium kennen wir ihn: Er wuchs als Sohn des Handwerkers Josef auf, durchwanderte etwa drei Jahre Palästina als Wanderlehrer, heilte, tröstete, verkündete die Frohe Botschaft vom Reich Gottes. Die herrschende Weltordnung und die Erwartungen der religiösen Führer der Israeliten stellte er durch sein sechsfaches «Ich aber sage euch ...» auf den Kopf (vgl. Mt 5,21-46) – und starb am Kreuz.
Sehnen wir uns heute nach diesem Messias? «Time» meinte, der «Mensch des Jahres hat die Kraft, die Welt zu verändern». Das glaube ich auch, weil Papst Franziskus ein demütiger und mutiger Nachfolger des Gekreuzigten ist. Darf er im Namen Jesu unsere Wertordnung umkrempeln? Sehnen wir uns danach? Es wird ihm gelingen, wenn wir ihm helfen durch unser christusmässiges Denken, Reden und Tun in unserem Alltag. Dann freuen wir uns mehr am Kind in der Krippe als an den Geschenken … erkennen wir ihn in den Armen!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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