Leserbrief

Lob, Kritik und Ratschläge

Dr. Kurt F. Büchel,Letzanaweg 25, Triesen | 24. November 2014

Ich hatte kürzlich Gelegenheit, den Film zu sehen und war in zweierlei Hinsicht beeindruckt: Positiv, weil er – insbesondere im geschichtlichen Teil – unglaublich aufwendige Einstellungen zeigt und sowohl kamera- als auch schnitttechnisch nahezu perfekt war. Negativ, weil er inhaltlich meines Erachtens beträchtliche Mängel aufweist, und ich ihn nicht dafür geeignet finde, ihn Ausländern zu präsentieren:
1. Nur zwei Fehler sind mir aufgefallen: Schellenberg wurde immer als «Herrschaft» und nicht als «Grafschaft» bezeichnet, und das Fürstentum entstand nicht 1699, sondern erst 1712.
2. Gegenüber der Industrie, die für den Beginn des Aufschwungs und erst recht heute grösste Bedeutung hat, ist die Kritik am Finanzsystem – obwohl durchaus essenziell – aber viel zu breit geraten. Mit einer hier eingesparten Zeit hätte ich mir gewünscht:
a. Liechtenstein ist pro Kopf der Bevölkerung das höchst industrialisierte Land der Welt, was durch Detailaufnahmen mehrerer liechtensteinischer Industrieunternehmen – mit ein paar erklärenden Worten für Ausländer – leicht untermauert hätte werden können.
b. Was völlig ausgeblendet wurde, sind die für unser kleines Land erstaunlichen Bereiche Kultur (Symphonieorchester, Anzahl der Chöre, die Theaterlandschaft, Museen etc.), Bildung (mehrere Universitäten mit überwiegend ausländischen Studenten), Briefmarken etc. Und warum wurde der Sport auf das Skifahren eingeschränkt?
3. Sehr gut fand ich zwar den «roten Faden» des Land Rovers, der immer wieder eingeblendet wurde, aber in einzelnen Fällen zu oft oder zu lang, und ich hätte mir gewünscht, dass er an interessanten Stellen vorbeifährt, die aber dann auch genannt werden.

Dr. Kurt F. Büchel,
Letzanaweg 25, Triesen

S-Bahn «FL-A-CH»

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